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Gruppenbild vor neuem Gebäudekomplex im Obersöcheringer Ortskern: Die Festgäste mit Bürgermeister Reinald Huber (Mitte mit Gamsbart) überzeugten sich von dem Großprojekt.

Obersöchering

Segen für eine „Riesen-Bude“ in Obersöchering

Obersöcherings neues Dorfzentrum ist offiziell eingeweiht. Investiert wurden rund fünf Millionen Euro. Der Komplex soll für lange Zeit die dörfliche Infrastruktur sichern.

ObersöcheringStrahlender Sonnenschein, Blasmusik, zahlreiche Ehrengäste und zum Festmenü bayerische Fleischspezialitäten mit Kartoffel- und Krautsalat: Die Rahmenbedingungen bei der Einweihungsfeier von Obersöcherings neuem Dorfzentrum passten. Der rund fünf Millionen Euro teure Gebäudekomplex mit Dorfladen, Metzgerei, Café und elf barrierefreien Wohnungen erhielt von Pfarrer Peter Seidel den kirchlichen Segen. In den Festreden wurde vor allem das gute Zusammenspiel zwischen Planer, Gemeinde und Behörden gelobt.

Auch wenn es einen kleinen Schönheitsfehler gab: Aufgrund der noch nicht ganz abgeschlossenen Bauarbeiten zeigte sich unter anderem die Fassade noch ohne die geplante Natursteinverzierung. Auch die Balkon- und Treppeninnengeländer fehlten noch. Doch alles halb so schlimm: „In ein paar Wochen ist alles fertig“, versprach Architekt Hans Hagleitner – und die Verzögerung könne man durchaus verschmerzen, weil man sie in Relation setzen müsse: „Das Haus wird ja schließlich die nächsten 100 Jahre den Obersöcheringer Ortskern prägen.“ Hagleitner sprach in seiner Festrede von einem „kompakten, schönen Baukörper“, der sich gut ins Ortsbild einfügen würde. Der Architekt aus Waakirchen lobte ausdrücklich die „sehr gute Zusammenarbeit“ mit der Gemeinde und den behördlichen Entscheidungsträgern: „Das war ein Traum und ein Paradebeispiel für kompakte Planung und schnelle Genehmigung.“ Hagleitner meinte damit auch die Regierung von Oberbayern, die für eine unbürokratische Freigabe der Zuschussmittel aus dem kommunalen Wohnraumförderungsprogramm – 30 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtkosten plus zinsverbilligte Kreditvergabe – gesorgt hatte.

Der Architekt bekam selbst warme Worte zu hören: „Er hat sich das ganze Dorf angeschaut und uns nicht nur einen Klotz in den Ort gestellt“, konstatierte Bürgermeister Reinald Huber. Mit dem Projekt „Dorfladen“ sei ein weiterer Baustein zur ohnehin schon guten Infrastruktur im Dorf hinzugefügt worden. Bei den Kosten, so Huber, werde man ziemlich genau eine „Punktlandung“ hinlegen: „Das freut mich, weil mit dem Gemeindegeld bin ich geiziger wie mit meinem eigenen.“ Für Obersöchering sei das neue Dorfzentrum zwar „eine Riesen-Bude“, aber die Gemeinde habe sich das Großprojekt von Anfang an zugetraut: „Geht nicht gibt’s bei uns nicht“, verwies Huber auf die Marschrichtung im Gemeinderat: „Die Räte haben voll mitgezogen. Alle Beschlüsse zum Projekt sind einstimmig getroffen worden.“ Der Edeka-Laden sowie die Metzgerei und das Café wurden bereits bei einem „Soft-Opening“ vor knapp drei Wochen in Betrieb genommen (wir berichteten). Das erste Zwischenfazit der Betreiber fällt positiv aus. „Wir sind sehr zufrieden. Das Angebot wird sehr gut angenommen“, berichte Supermarktbetreiber Siegfried Wunder am Rande der Einweihungsfeier. Selbiges kann Martin Lederer, der zusammen mit seiner Lebensgefährtin Johanna Höllwart die Metzgerei und das Café betreibt, bestätigen. Die Kundenfrequenz habe sich im Vergleich zum alten Standort an der Egenrieder Straße deutlich erhöht – auch wegen der nun durchgehenden Öffnungszeiten. „Es ist den ganzen Tag etwas los. Es gibt keinen Leeerlauf“, so Lederer. Was die Sortimentsauswahl im Supermarkt anbelangt, ist der Bürgermeister aber noch nicht ganz zufrieden: „Zigarren ham´s noch keine – das ist noch ein bisserl ein Schwachpunkt“, erklärte Huber in seiner Festrede augenzwinkernd.


Bernhard Jepsen

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