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Die Bauarbeiten im Außenbereich des Dorfladens sind ins Stocken geraten.

Großprojekt der Gemeinde

Verzögerung beim Dorfzentrum in Obersöchering - das ist der Grund

In Obersöchering sind wegen des strengen Winters die Bauarbeiten am neuen Dorfzentrum etwas ins Stocken geraten. Der für April festgelegte Einweihungstermin musste nach hinten verschoben werden.

Obersöchering – „Nichts hab’ ich so dick, wie wenn man etwas verschieben muss“, sagt Obersöcherings Bürgermeister Reinald Huber. Doch beim Großprojekt „Dorfladen“, im Zuge dessen elf barrierefrei zugängliche Wohnungen, ein Café, eine Metzgerei, eine Bäckerei und ein Einkaufsladen entstehen werden, blieb dem Gemeindechef keine andere Wahl. Beim Innenausbau wäre soweit zwar alles im Zeitplan, allerdings konnten an der Außenfassade aufgrund der langen Kälteperiode die geplanten Natursteinplatten noch nicht angebracht werden. Die offizielle Einweihung, die bereits für den 12. April terminiert war, wurde deshalb auf den 24. Mai verschoben. „Der Architekt möchte das Haus bei dem Anlass präsentieren“, erklärt Huber. Da würden Baustellenbilder im Außenbereich keinen guten Eindruck machen.

Auch wenn noch nicht alles fertig ist, sieht man schon jetzt, dass sich das Gebäude perfekt in die dörfliche Umgebung an der Hauptstraße einfügt. „Wir wollten keinen Nullachtfünfzehn-Bau im Dorf, sondern ein stabiles, massives und zukunftsorientiertes Haus bauen“, betont Huber. Trotz der verzögerten Bauarbeiten im Außenbereich lief die Umsetzung des Großprojekts alles in allem reibungslos. „Auch bei den Finanzen gab es bislang keine Überschreitungen“, berichtet Huber. Knapp vier Millionen Euro wurden bis dato ausgegeben. Huber hofft, dass die Kosten sogar unter dem veranschlagten Gesamtaufwand in Höhe von 5,15 Millionen Euro bleiben werden. Über die Summe wolle man jedenfalls unter keinen Umständen gehen: „Das Haus muss sich selber tragen“, so Huber. Abzüglich der staatlichen Förderung für die Wohnungen, muss die Gemeinde einen Anteil von rund 2,3 Millionen Euro aus eigener Kasse stemmen.

Bereits in den Startlöchern steht der Betreiber für den Edeka-Supermarkt. Er möchte laut Huber „so schnell wie möglich“ einziehen. Auch die die Metzgerei „Lederer“ steht kurz vor der Umsiedlung von ihrem bisherigen Standort am Engenrieder-Weg in den neuen „Dorfladen“. Die Wohnungsmieter werden Anfang Mai ihre Räumlichkeiten beziehen. Die Einheiten sind bereits alle vergeben. Zum Zug kamen ausschließlich Söcheringer Bürger. Der Mietpreis wurde von der Gemeinde auf moderate 8,5 Euro pro Quadratmeter festgelegt. Trotz der verschobenen Einweihung befindet sich das Projekt „Dorfladen“ auf der Zielgeraden. „In der Endphase wird es meistens ja etwas hektisch. Aber wir bewahren die Ruhe“, versichert Huber.

Bernhard Jepsen

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