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„Dort wird gemessen“. Stephan Weigand erläutert die Wetterstation, mit im Bild Familie Schmid, Markus Schmorell (Dritter von links) und Michael Nowak (rechts daneben).

Wetterstation für Landwirte

Das Wetter – täglich aus Obersöchering

Obersöchering - In Obersöchering gibt es jetzt eine Wetterstation. Landwirtschaftsamt und Landesanstalt für Landwirtschaft haben dort eine speziell für Landwirte eingerichtet.

 Das Wetter ist immer ein Thema – vor allem für Landwirte. Und Bauern hierzulande können nun auch auf Daten aus Obersöchering zurückgreifen: In Zusammenarbeit mit dem Landwirtschaftsamt in Weilheim hat die Landesanstalt für Landwirtschaft eine Wetterstation auf dem Hof der Familie Schmid am Seehof am Ortsausgang in Richtung Egenried lassen, deren Daten für jedermann übers Internet abrufbar sind.

Ob bei der Silomaisernte im Herbst oder bei langer Trockenheit im Sommer: Landwirte sind so sehr auf Wetterprognosen angewiesen wie kaum eine andere Berufsgruppe. Da ist es fast verwunderlich, dass die Station die erste ihrer Art im Landkreis ist. Das liegt daran, dass die Landesanstalt in den vergangenen drei Jahrzehnten mehr auf Informationen für Winzer oder Obstbauern gesammelt hat, um das Auftreten von Krankheiten und Schädlingen zu erfassen so Stefan Weigand von der Landesanstalt. Er ist dort für Pflanzenschutz zuständig.

Bernhard, Christoph und Heinrich Schmid, die drei Landwirten in drei Generationen auf dem Hof, erhalten eine Aufwandsentschädigung für die Pflege des Rasens rings um die Wetterstation. Die Daten werden mehrmals am Tag an die Landesanstalt übermittelt, die sie erst überprüft und dann ins Netz stellt. Sie verspricht sich auch Erkenntnisse zur Gülleausbringung oder zur richtigen Erntezeit.

Markus Schmorell, Leiter des Amts für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten in Weilheim, hob die Bedeutung der Wetterdaten auch für die Forstwirtschaft hervor, beispielsweise um die Auswirkung extremer Temperaturen auf mögliche Wurzelschäden zu erkennen oder den Borkenkäferflug besser vorhersagen zu können.

Die Station ist eine von 140 im Freistaat, gleichzeitig ist sie auch die südlichste in Oberbayern, die nächsten Stationen befinden sich in Kempten, Andechs und Holzkirchen. Gemessen werden Niederschläge genauso wie Windgeschwindigkeit, Temperatur am Boden und in der Luft, Luftfeuchtigkeit und Strahlung. Nicht erfasst wird die Windrichtung. Die Station hat laut Michael Nowak vom Amt für Landwirtschaft und Stephan Weigand von der Landesanstalt rund 10 000 Euro gekostet. 

Im Internet

sind die Daten aus Obersöchering unter www.lfl.bayern.de oder www.wetter-by.de abrufbar.

Johannes Thoma

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