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Das Vorstandsteam (v.l.): Doris Kretzler, Franziska Mross, Dr. Volker Rausch und Wolfgang Franz. 

Ortsgestaltungsverein Seeshaupt

Wie geht es mit dem Schaugarten weiter?

Seeshaupt -Wie geht's mit dem Schaugarten weiter? Die Vorstellungen von Gärtnermeisterin Kopf und anderen Vereinsmitgliedern klaffen weit auseinander.

Die Neuwahlen wurden schnell zur Nebensache: Eigentliches Thema bei der außerordentlichen Sitzung des Ortsgestaltungs- und Verschönerungsvereins Seeshaupt (OGVS) war die Spaltung, die dem Verein droht. Mitglied Barbara Kopf will das Herzstück des OGVS, den weit über Sees-haupt hinaus bekannten Schaugarten (siehe Kasten), herauslösen und mit einem eigenen Verein führen.

Die Gärtnermeisterin hatte große Mühe, den 35 anwesenden Mitgliedern ihre Beweggründe plausibel zu erklären: Ihrer Meinung nach ist „ihr“ Schaugarten nur ein Anhängsel im OGVS. Die Besonderheit der Anlage würde zu wenig gewürdigt, sie „möchte daraus viel mehr machen“, so Kopf. Ihre Vorstellungen könne sie auch nicht in einer Fachabteilung innerhalb des Vereins verwirklichen, wie man ihr das im Vorfeld angeboten hatte.

Während ihr das bei ihren Vereinskollegen nicht gelang, konnte Kopf den Grundeigentümer offensichtlich von ihren Plänen überzeugen: Dieser hat den Pachtvertrag für das Areal an der Bahnhofstraße mit dem OGVS zum Jahresende 2016 gekündigt, künftige Pächterin soll Barbara Kopf sein. Für den OGVS ist die Sache aber noch nicht gelaufen. Die Vorstandschaft und die Mitglieder, die bei der Versammlung im „Sonnenhof“ waren, lehnen die Abspaltung kategorisch ab. Sie sind davon überzeugt, dass der Schaugarten unter dem Dach des OGVS besser aufgehoben ist als in einem eigenen Verein. Bei den Finanzen sind Verein und Schaugarten eng verknüpft; die Basis der stattlichen Rücklagen, die der scheidende Kassier Franz Wittmann mit fast 20 000 Euro bezifferte, ist eine Mischkalkulation aus Schaugarten, Beiträgen der 180 Mitglieder, Spenden, Erlösen aus Veranstaltungen und Zuschüssen der Gemeinde.

Die Zuversicht des neuen Vorsitzenden, Wolfgang Franz, den Status quo zu erhalten, basiert nicht zuletzt auf einer Klausel im Pachtvertrag: Der OGVS hat den Vertrag erst einmal verlängert, juristisch steht ihm eine zweite Verlängerung um weitere fünf Jahre zu.

„Wir holen uns jetzt erst mal fachlichen Rat, werden aber zugunsten des Dorffriedens sicher nicht auf einer juristischen Auseinandersetzung bestehen,“ sagte der 58-jährige Betriebswirt Franz, der gleich nach seiner Wahl versprochen hatte, den Verein wieder in ruhiges Fahrwasser zu bringen.

Die Vorstandswahlen hatten zu Beginn der außerordentlichen Versammlung stattgefunden und folgendes Ergebnis erbracht: 1. Vorsitzender Wolfgang Franz, sein Stellvertreter Dr. Volker Rausch, Schriftführerin Franziska Mross und Kassierin Doris Kretzler. Die Verdienste von Franziska Mross, die aus gesundheitlichen Gründen von ihrem Posten als Vorsitzende zurückgetreten ist, sollen in der ordentlichen Hauptversammlung im Frühjahr gewürdigt werden.

Renate von Fraunberg

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