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Die Umfahrung Peißenberg nach dem Guggenbergtunnel: Die Fahrbahn wird noch in diesem Jahr saniert.

Straßenbelag in schlechtem Zustand

Ortsumfahrung Peißenberg muss komplett saniert werden

Ende des Jahres wird es zehn Jahre her sein, dass die Peißenberger Ortsumfahrung eröffnet wurde. Das Staatliche Bauamt Weilheim plant für heuer eine aufwendige Komplettsanierung.

Peißenberg – Freilich, die Fahrbahn auf der Peißenberger Umgehung ist keine Buckel- oder Schlaglochpiste. Der Verkehr auf der knapp sechs Kilometer langen Trasse kann momentan noch problemlos rollen – doch der Schein trügt. Bohruntersuchungen haben nämlich ergeben, dass sich der Fahrbahnbelag in „sehr schlechtem Zustand“ befindet, wie es Andreas Lenker vom Staatlichen Bauamt formuliert: „In Teilbereichen sind auch die Binder- und sogar die Tragschichten kaputt. Die Sanierung wird entsprechend etwas aufwendiger werden.“ Derzeit laufen die Ausschreibungen für die Bauarbeiten, die noch in diesem Jahr über die Bühne gehen sollen – „vermutlich in den Sommerferien oder danach“, so Lenker. Fest steht, dass der Fahrbahnbelag zwischen den Anschlussstellen „Peißenberg-Ost“ und Peißenberg-West“ erneuert werden muss, also auf der gesamten Trassenlänge. Die Umgehungsstraße muss deshalb für die Zeit der Bauarbeiten gesperrt und der Verkehr auf der B 472 durch Peißenberg umgeleitet werden. 

 Lenker versucht erst gar nicht, die Angelegenheit zu beschönigen. Dass bei einem Straßenneubau der Fahrbahnbelag bereits nach zehn Jahren saniert werden müsse, sei eigentlich nicht akzeptabel: „Das hat uns schon sehr entsetzt. Aus der Sicht des Steuerzahlers ist das nicht wirklich gut“, räumt Lenker ein. Inzwischen hat man im Staatlichen Bauamt Weilheim auch den Grund dafür herausgefunden, warum der Splittmastixasphaltbelag schon jetzt hinüber ist. Demnach liegt nicht etwa ein bautechnischer Fehler vor, sondern als Ursache wurde die mangelnde Beschaffenheit des Asphaltmaterials ausgemacht. Als die Peißenberger Umgehung gebaut wurde, tüftelten die Asphalt-Hersteller offenbar an verbesserten Mischungen. Lenker spricht von „Materialexperimenten“ – doch die bewirkten leider genau das Gegenteil. Laut Lenker sind auch bei anderen Straßenbauprojekten, die zeitlich in ähnlichem Zeitraum abgewickelt wurden wie die Peißenberger Umfahrung, Probleme mit dem Splittmastix aufgetreten. Der Haken: Im Falle der Peißenberger Trasse sind bereits vor fünf Jahren die Gewährleistungsfristen abgelaufen, rechtliche Ansprüche gegen die Mischwerke sind längst verjährt. Damals seien die Schäden aber noch nicht absehbar gewesen. 

Doch kein Schaden ohne Nutzen: Bei der anstehenden Straßensanierung soll als Ersatz für den Splittmastixasphalt ein lärmoptimierter Dünnschichtbelag aufgetragen werden (siehe Kasten oben): „Das ist ein Vorteil für Peißenberg“, betont Lenker.

Von Bernhard Jepsen

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