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Münchner klettert in verbotene Naturschutz-Zone an oberbayerischem See - mit dreister Begründung

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Von: Veronika Mahnkopf

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Eine Frau badet im Fohnsee an den Osterseen in Iffeldorf.
An den Osterseen - hier der Fohnsee - hat sich ein Münchner im Naturschutzgebiet niedergelassen. © Angela von Drachenfels

An den Osterseen hat ein Münchner sein Sommer-Ausflugslager aufgeschlagen - mitten im Naturschutzgebiet. Die Polizei erwischte ihn.

Iffeldorf - Ein Münchner (53) hat am Sonntag jegliches Verbot ignoriert und es sich an den Osterseen mitten im Naturschutzgebiet bequem gemacht.

Osterseen: Polizei kontrollierte mit Boot und Fahrrad

Wie die Polizei Penzberg mitteilt, waren die Beamten am Sonntag im Naturschutzgebiet an den Osterseen im Einsatz. Gemeinsam mit einem Naturschutzwächter des Landratsamtes Weilheim-Schongau und der Wasserwacht kontrollierte die Polizei die Uferabschnitte per Boot und per Fahrrad.

Münchner lässt sich an Osterseen mitten in Naturschutzgebiet nieder

Dabei entdeckten die Einsatzkräfte den dreisten Münchner. Er war direkt an einem Verbotsschild über einen Schutzzaun an den Osterseen geklettert. Im hohen Gras machte er es sich mit einem Sonnenschirm und einer Liegematte bequem. Mit dabei hatte er seinen Hund und eine Brotzeit.

Osterseen: Mann hat dreiste Begründung auf Lager

Auf sein Fehlverhalten angesprochen, antwortete der Mann, er habe „seine Ruhe haben“ wollen. Stattdessen kassierte er aber einen sofortigen Platzverweis. Es handelt sich bei der Tat laut Polizei um einen vorsätzlichen Verstoß.

SUP, Baden, Drohne: Weitere Verstöße an den Osterseen

Abgesehen von dem frechen Münchner erwischte die Polizei noch andere Erholungssuchende an den Osterseen. Neun Mal wurden Anzeigen wegen Verstößen gegen das Bayerische Naturschutzgesetz erstattet.. Die Betroffenen ignorierten in sieben Fällen das Betretungsverbot der geschützten Uferbereiche und nutzten den See teilweise zum Baden.

Osterseen: Verstöße werden zur Anzeige gebracht

Ein Mann ließ außerdem am Uferbereich der Osterseen eine Drohne starten, um Luftaufnahmen zu machen - was an den Osterseen verboten ist. Einige SUP-Besitzer waren allerdings sofort einsichtig, nachdem andere Besucher sie darauf hingewiesen hatten, dass Schwimmgeräte an den Osterseen verboten sind. Sie verzichteten auf die Nutzung. Andere gingen damit aufs Wasser und wurden herausgeholt. Sie erwartet eine Anzeige.

In Naturschutzgebieten kommt es in diesen Corona-Zeiten immer wieder zu groben Verstößen. So haben sich in den Isarauen ca. 250 Menschen zu einer Techno-Party getroffen.

Im Landkreis Garmisch-Partenkirchen wurden an einem sonnigen Wochenende zahlreiche Wildcamper auch in Naturschutzgebieten erwischt.

Am Walchensee ist die Situation am Wochenende eskaliert. Die Besucher hinterließen viel Müll - und nicht nur das.

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