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LAG-Vorstandsteam, Manager und Koordinator: (v.l.) Christian Bolz, Anke Strobl, Detlef Däke (Manager), Klaus Horney, Peter Nonnenmühlen, Werner Grünbauer (Vorsitzender), Ethelbert Babl (Koordinator Allgäu und westliches Oberland) und Heinrich Papesch.

Leader-Aktionsgruppe Ammersee

875 000 Euro fürs Zusammenleben

Zum Geburtstag waren 20 Bürgermeister und Projektbetreuer ins Pähler Pfarr- und Gemeindezentrum gekommen: Dort feierte die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Ammersee des Leader-Förderprogramms ihr Zehnjähriges.

Pähl –  Der LAG gehören 16 Gemeinden rund um den Ammersee an. sie steuert Leader-Programm in der Region. Leader ist ein europäisches Subventionsprogramm, das Zusammenarbeit zwischen Gemeinden und Bürgerengagement fördern soll. Diese Zusammenarbeit kann regional, aber auch international sein.

LAG-Manager Detlef Däke zog Bilanz und gab einen Ausblick bis 2020. In der ersten Förderperiode von 2007 bis 2014 wurden 875 000 Euro an Subventionen gezahlt. Die höchste Projektförderung erhielt mit 300 000 Euro das Missionsmuseum des Klosters St. Ottilien, dessen Renovierung laut Pater Theophil rund 1,7 Millionen Euro kostete. Das Museum, das Gegenstände aus Afrika und dem heutigen Nordkorea zeigt, hätte ohne diese Renovierung geschlossen werden müssen. Ein weiteres großes Projekt ist die Sanierung des Schacky-Parks in Dießen, für die es gut 72 000 Euro Förderung gab. Der Naturerlebnispark Wartaweil wurde mit 51 000 Euro gefördert, der „Treffpunkt Erlöser-Kirche“ in Herrsching mit 50 000 Euro, das „Denkerhaus“ in Dießen mit 15 000 Euro. Für die Neugestaltung des Freizeitgeländes in Aidenried, die auf 2018 verschoben wurde, werden 173 000 Euro gezahlt.

Eine Spalte in der Tabelle der Projekte, die Däke zeigte, war leer: die klimafreundliche Mobilität. Die umweltfreundliche Fortbewegung im ländlichen Raum rund um den Ammersee ist laut Däke „noch nicht richtig in Gang gekommen“. Hingegen mache die Kooperation mit einem Partner aus Polen Fortschritte: Projekte mit einer lokalen Aktionsgruppe aus der Region südlich von Danzig würden derzeit konkretisiert. Ziel für den Rest der zweiten Leader-Förderperiode ist laut Däke, „mehr Projekte umsetzen“. Dazu gehöre auch das „Bürgerengagement“, mit dem von Bürgern organisierte Kleinprojekte jeweils mit bis zu 1000 Euro gefördert werden – und zwar bis zu den maximalen Gesamtkosten ohne Mehrwertsteuer. Obwohl dies ohne großen bürokratischen Aufwand möglich ist, habe es bisher erst vier Anträge gegeben, drei der Projekte seien mit insgesamt 2700 Euro gefördert worden. Darunter war das „Mauersegler-Projekt“, mit dem Nistmöglichkeiten für Vögel geschaffen wurden. Beim Projekt „Mückenkartierung“ – die Insekten stellen in vielen Bereichen des Ammerseegebiets ein großes Problem dar – gibt es hingegen kein gemeinsames Vorgehen.

Auf der Agenda der LAG stehen jetzt unter anderem die Erstellung einer Bedarfsstudie für die Entwicklung eines vernetzten Freizeitangebots der Region, ein landeskultureller Wanderweg in Andechs, die Soccerbox in Dießen, die in einem integrativen und kontinuierlichen Jugendbeteiligungsprozess errichtet werden soll sowie das Dorfladenprojekt „WIR – Wörthsee isst regional“, das auf genossenschaftlicher Basis verwirklicht werden soll.

Alfred Schubert

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