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Willkomen im PGZ: Ortsvorsitzender Johann Weber hatte zum Neujahrsempfang der Pähler CSU geladen. 

Neujahrsempfang der CSU

„Es bleibt noch Afrika“

Pähl - Beim Neujahrsempfang der Pähler CSU ging  es nicht nur um Ortspolitik. Auch die Ursachen von Flucht kamen zur Sprache.

 „Europa ist geopolitisch benachteiligt.“ Das ist nach Einschätzung von Peter Bauch einer der Gründe dafür, dass derzeit so viele Flüchtlinge kommen. Der freie Dozent und Berater für internationale Politik, den der Pähler Ortsverband der CSU als Gastredner zu seinem Neujahrsempfang eingeladen hatte, präsentierte den rund 30 Gästen, die am Sonntag ins Pfarr- und Gemeindezentrum gekommen waren, Fakten und Einschätzungen zur aktuellen Situation.

Europa ist laut Bauch von Krisenherden umgeben, und das werde sich in nächster Zeit nicht ändern. Im Gegenteil: Es könnte noch schlimmer kommen, etwa wenn weitere Bürgerkriege hinzukämen. Und auch wenn die Kriege beendet seien, würde die Migration weitergehen, denn: „Es bleibt noch Afrika“. Von dort würden viele Menschen nach Europa kommen, weil sie sich hier ein besseres Leben erwarteten. Dies alles bedeutet laut Bauch: „Das Thema wird länger laufen.“ Er rechne damit, dass die Migration nach Europa „in den nächsten zehn Jahren nicht nachlassen“ werde.

Der Landtagsabgeordnete Alex Dorow aus Landsberg rief zu besonnenem Handeln auf. Es dürfe angesichts der Herausforderungen nicht zur einer Radikalisierung und zu zunehmender Gewaltbereitschaft kommen. Es solle nicht das wieder kommen, was es schon vor 80 Jahren gegeben habe. Zur Bundespolitik meint Dorow: „Wenn die CSU Ideengeber ist, dann ist das nicht verkehrt.“

Neben Weltpolitik ging es beim Empfang auch um Kommunalpolitik. Laut Gemeinderat Helmut Mayr ist in Pähl in den vergangenen Jahren schon viel erreicht worden, etwa der Bau von Kinderkrippe und Schulhauses sowie die Eröffnung des Supermarkts in Fischen. Und es werde weiter investiert, etwa in den Breitbandausbau, ein Feuerwehrauto und ein neues Gewerbegebiet. Nicht zufriedenstellend läuft es laut Mayr mit den Hundetoiletten und der Energiewende. Erstere würden zu wenig benutzt, letztere sei fast eingeschlafen.

Nichts Neues gibt es laut Mayr zur Seewirtschaft in Aidenried zu sagen. Der Altbau sei abgebrochen worden, bislang sei aber noch kein Antrag für einen Neubau gestellt worden. Auch die Zukunft der „Alten Post“ in Pähl sei noch offen.

Alfred Schubert

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