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Mehr als 100 Pferde ziehen zur Feier des Patroziniums des Heiligen Leonhard durch Pähl. Die meistern ziehen Motivwägen oder Kutschen, einige werden auch geritten.

Dank guten Wetters

1000 Besucher bei Leonhardifahrt in Pähl

Pähl - Mehr als 1000 Besucher zog die Pähler Leonhardifahrt heuer an. Mit dazu beigetragen hat auch das schöne Herbstwetter.

Mit dem Wetter hatte der Pähler Leonhardi-Verein schon einige Male Pech gehabt. Es verregnete die Fahrt, sodass weder bei den Rosserern noch bei den wenigen Besuchern richtige Freude aufkommen wollte. Heuer erhielten die Pferdefreunde den Ausgleich: Nachdem es am Morgen noch etwas kühl war, wurde das Wetter ständig besser. Und gegen Mittag, als die Kutschen, Wagen und Reitergruppen auf den Rückweg vom Feldgottesdienst an der Leonhardi-Kapelle zurückkehrten, hatten die Besucher schon alle Plätze an der Sonne vor dem Pfarr- und Gemeindezentrum (PGZ) belegt. Von den Logenplätzen aus betrachteten sie den prächtigen Zug von Wagen und Reitern. Zu sehen gab es sieben Kutschen, sieben Reitergruppen und 17 Wagen. 

Auf diesen war das Landleben dargestellt. Handwerk und bäuerliche Arbeit waren ebenso darunter, wie Vereine, Feuerwehren und Kirchen. Auch ein Modell der der Leonhardikapelle, an der der Feldgottesdienst gefeiert wurde, wurde mitgeführt. Natürlich fehlte auch die Musik nicht. Pater Jakob Panankala, der über 1000 Besucher zum Feldgottesdienst begrüßen konnte, ging in seiner Predigt auf den fränkischen Adeligen Leonhard von Limoges ein, der sich für ein Leben als Mönch und Einsiedler entschieden und sein Leben der Befreiung Gefangener gewidmet hat. Er wird heute als Heiliger verehrt und als Beschützer des Viehs, insbesondere der Pferde, angerufen. 

Pähler Leonhardifahrt in Bildern 

Die Fürbitten waren nicht nur den Tieren gewidmet, die als Mitgeschöpfe geachtet werden sollen, sondern auch den Politikern. Ihnen möge Gott die Kraft geben „für Entscheidungen, die den Menschen dienen“. 

Der Gedenktag des Heiligen Leonhard ist der 6. November. Damit die Teilnehmer die Möglichkeit haben, mehrere der vielen Ritte und Fahrten zu besuchen, werden diese über einen längeren Zeitraum verteilt. Nur in wenigen Orten, darunter in St. Leonhard in Forst, immer am Tag des Patroziniums gefeiert. Die Leonhardifahrt ist in Pähl religiöses Brauchtum der Pfarrei geblieben. Es kommen aber auch immer mehr auswärtige Besucher.

 Nach dem kirchlichen Teil des Festtags wird am PGZ weltlich gefeiert. Der Leonhardi-Verein organisiert Bewirtung mit Kesselfleisch und Kaffee und Kuchen.

Alfred Schubert

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