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Doch neue Schule statt Rathausneubau in Pähl? - Freie Wähler geben nicht auf

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Sporthalle Pähl.
Die Freien Wähler in Pähl setzen sich dafür ein, dass eine neue Schule neben der Sporthalle errichtet wird. © Ralf Ruder

Pähl hat bereits die Planung eines Rathausneubaus begonnen. Dennoch gibt die Fraktion der Freien Wähler nicht auf. Die drei Räte wollen das Rathaus lassen, wo es ist, und dafür eine neue Schule neben der Sporthalle bauen.

Pähl – Auf einem Flugblatt, das von zehn Personen, darunter den drei Gemeinderäten, unterzeichnet ist, haben die „Freien Wähler Pähl-Fischen“ ihre Vorstellung von Ortsentwicklung dargestellt. Anders als die Mehrheit der Gemeinderäte wollen sie auf den Neubau des Rathauses verzichten und dafür ein neues Schulhaus bauen.

Sie sehen darin mehrere Vorteile: Das Rathaus kann in der Ortsmitte und damit für die Bürger leicht erreichbar bleiben. Wegen der räumlichen Nähe zum Pfarr- und Gemeindezentrum (PGZ), das sich auf der anderen Seite der Kirche befindet, könne auch weiterhin dessen Saal als Sitzungssaal für den Gemeinderat verwendet werden. In diesem finden die Sitzungen schon statt, seit der Saal im Obergeschoss des Rathauses als Klassenzimmer für die angrenzende Grundschule verwendet wird.

Vorteil eines Schulneubaus am Sportplatz: Kurzer Weg zur Turnhalle

Seit Beginn der Corona-Pandemie muss der PGZ-Saal sogar für diesen Zweck verwendet werden, weil nur hier die erforderlichen Abstände eingehalten werden können. Ein Neubau des Schulhauses beim Sportplatz habe zudem den Vorteil, dass die Grundschüler einen kurzen Weg in die Turnhalle hätten, die auch für den Schulsport gebaut wurde.

Außerdem sei dieser Platz schneller mit dem Schulbus aus Fischen erreichbar, da die Fahrt durch den Ort wegfällt. Schließlich könnten bei einem Neubau auch alle Anforderungen erfüllt werden, die nach der bevorstehenden Einführung der Ganztagsschule an eine Grundschule gestellt werden.

Altes Schulhaus könnte die Gemeindeverwaltung nutzen

Nach Vorstellung der Freien Wähler kann nach dem Umzug der Schule in den Neubau das alte Schulhaus für die Gemeindeverwaltung genutzt werden. Das Haus ist bereits saniert worden, das Rathaus müsste noch saniert und den aktuellen Anforderungen an ein Verwaltungsgebäude angepasst werden.

Die Freien Wähler, die im Gemeinderat durch Torsten Blaich, Thomas Baierl und Mirja Mattes vertreten sind, halten zudem die derzeitigen Rathauspläne für überzogen. Fast 1500 Quadratmeter Fläche seien nicht nötig, die Bausumme, die auf rund 5,8 Millionen Euro geschätzt wird, halten sie für zu hoch.

Um ihre Pläne in die politische Diskussion einzubringen, haben die Freien Wähler laut Baierl einen Antrag gestellt, in dem sie einen Neubau der Schule fordern. Das weitere Vorgehen in dieser Angelegenheit soll im Rahmen der nächsten Sitzung des Gemeinderats besprochen werden. Die Debatte verspricht daher, sicherlich lang und kontrovers auszufallen. Alfred Schubert

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