Vier Personen stehen auf einer Wiese vor einem Haus
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Besichtigung mit der Delegation des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege (BLfD): Anahid Klotz (2.v.l.) und Gerhard Gregori (l.) hoffen auf ein positives Gutachten durch Detlef Knipping vom BLfD (2.v.r.) und Hubert Heinrich vom Denkmalschutz des Landratsamts Weilheim-Schongau.

Hoffnung besteht weiter

Kann Denkmalschutz „Asinella“ retten?

  • Franziska Florian
    vonFranziska Florian
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Neue Hoffnung schöpft Anahid Klotz, Betreiberin der Eselfarm „Asinella“ in Pähl, wegen einer Besichtigung durch das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege. Zwar habe sie noch keine schriftliche Stellungnahme, doch die mündliche Aussage nach der Begutachtung sei sehr positiv ausgefallen.

  • Die Zukunft der „Asinella“-Eselfarm in Pähl ist weiterhin unklar
  • Nun hat sich das Landesamt für Denkmalpflege die Gebäude angeschaut
  • Eselfarm-Betreiberin Anahid Klotz schöpft daraus neue Hoffnung

Pähl – Noch immer kämpft Anahid Klotz für den Erhalt ihrer „Asinella“-Eselfarm in Pähl. Ende März war bei Klotz ein Schreiben des Landratsamts angekommen, in dem eine Abrissanordnung angedroht wurde. Es heißt, dass die Anlagen im Außenbereich keine landwirtschaftliche Privilegierung hätten und damit als Gewerbebetrieb ohne Genehmigung errichtet worden seien.

Doch Klotz lässt nichts unversucht, um ihre Eselfarm zu retten: Kürzlich war auf der Farm in Pähl eine Delegation des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege zur Besichtigung. Denn die Eselfarm-Betreiberin hofft darauf, dass sie der Abrissandrohung entgegenwirken kann, wenn die Gebäude unter Denkmalschutz gestellt werden.

Eselfarm Pähl: Bienenstock mit Granatsplittern kam gut an

Der Vororttermin sei gut gewesen, sagte Anahid Klotz auf Nachfrage der Heimatzeitung. „Herr Knipping vom Landesamt für Denkmalpflege war vom Wohnhaus mit dem alten Erker und dem 120 Jahre alten Kachelofen sehr angetan“, erklärt Klotz. Auch eines der Bienenhäuser, das noch Spuren von Granatsplittern aus dem Zweiten Weltkrieg aufweist, habe Detlef Knipping, der unter anderem für die Begutachtung der Baudenkmäler im Landkreis Weilheim-Schongau zuständig ist, gefallen.

Jedoch betonte Knipping bei der Begehung der Eselfarm auch, dass die Gebäude und Geräte über die Jahre hinweg nicht als Denkmalschutzobjekte behandelt worden seien, führt Klotz weiter aus. Die Geräte hätten im Freien gestanden und die Häuser seien teilrenoviert worden. Das sei laut Klotz nötig gewesen, um die Betriebsfähigkeit zu erhalten.

Schriftliches Gutachten wird „so schnell wie möglich“ kommen

Dass die Objekte nicht als Denkmalschutzobjekte behandelt wurden, könnte zwar ein Problem für Klotz und ihre Hoffnung auf ein Gutachten zu ihren Gunsten darstellen, dennoch bleibt die Eselfarm-Betreiberin zuversichtlich. „Wir hoffen einfach, dass die Schönheit der Gebäude für die Stellungnahme günstig ist“, sagte sie auf Nachfrage.

Das schriftliche Gutachten liegt Klotz noch nicht vor. Jedoch wurde ihr nach der Besichtigung ein gutes Gefühl vermittelt: „In der mündlichen Stellungnahme nach dem Termin hieß es, dass es gut aussieht“, sagte die Betreiberin. Klotz hofft nun, dass die schriftliche Ausführung des Gutachtens bald kommt. Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege erklärte auf Nachfrage der Heimatzeitung, dass die Stellungnahme „so schnell wie möglich fertiggemacht“ und an Klotz geschickt wird.

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