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Große Pläne für ihrer Bäckerei haben Fritz (links) und Julian Kasprowicz: Im Pähler Gewerbegebiet ist ein Neubau geplant. 

Räume auf Gut Kerschlach zu klein

Kasprowicz backt künftig in Pähl

Die Bäckerei „Kasprowicz“, die derzeit ihre Produktionsräume auf Gut Kerschlach hat, sieht dort keine Erweiterungsmöglichkeiten mehr. Deshalb planen Fritz und Julian Kasprowicz einen Neubau im Gewerbegebiet „Pähl-Süd“.

Pähl – Die fehlende Entwicklungsmöglichkeit in den Räumen auf Gut Kerschlach war laut Fritz Kasprowicz der Hauptgrund für die Entscheidung, einen Neubau zu errichten. Aber gerade diese braucht Julian Kasprowicz, der 2010 Bayerns jüngster Bäckermeister war und für seine Leistung mit dem Bayerischen Staatspreis ausgezeichnet wurde. „Moderne Produktionsanlagen sind zur Sicherung und Steigerung der Qualität einfach notwendig“, so der Juniorchef. Der Neubau ist für 50 Mitarbeiter in der Produktion ausgelegt, die im 2-Schicht-Betrieb arbeiten. „Nachts werden nur die Arbeiten gemacht, die unbedingt nachts gemacht werden müssen“, so Fritz Kasprowicz. Alle anderen Arbeiten werden tagsüber erledigt. Dies komme vor allem den Mitarbeitern entgegen. Dabei entstehen auch Arbeitsplätze. Fritz Kasprowicz rechnet mit einer Faustformel, die sich im Bäckerhandwerk bewährt hat: „Auf einen Mitarbeiter in der Produktion kommen bis zu fünf im Verkauf.“

„Wir legen großen Wert auf Transparenz“, so Julian Kasprowicz, „deshalb wollen wir einen Fabrikverkauf mit der Möglichkeit der Verkostung von unseren Produkten einrichten.“ Die Besucher der Bäckerein werden auch die Möglichkeit bekommen, Einblick in den Produktionsraum zu nehmen. „Zu sehen, wie produziert wird, schafft Vertrauen und gibt Sicherheit“, so der Bäckermeister. Die Befürchtungen des Gemeinderats, der in seiner Sitzung Anfang Juni angenommen hatte, dass dadurch viel Verkehr entstehen könnte, hat Fritz Kasprowicz nicht: „So groß ist das nicht geplant. Wir wollen nur einen kleinen Teil unseres Sortiments anbieten. Und wer herkommt, soll auch mal was probieren und dabei eine Tasse Kaffee trinken können.“ Wichtig ist den beiden Unternehmern auch die Einbindung in die Region. Sie wollen für den Bau, der kein Industriebau von der Stange werden soll, möglichst viele heimische Handwerker gewinnen.

Das neue Produktionsgebäude wird in der südlichen Erweiterung des Gewerbegebiets „Pähl-Süd“ gebaut, das derzeit von der Gemeinde erschlossen wird. Westlich der nach Süden verlaufenden Erschließungsstraße liegt das 8000 Quadratmeter große Grundstück, auf dem das Gebäude mit 2800 Quadratmetern Produktionsfläche geplant ist. Baubeginn soll laut Fritz Kasprowicz heuer im Herbst sein. Die Fertigstellung hänge naturgemäß vom Wetter ab und könne daher nicht festgelegt weden. Ende 2019 bis Anfang 2020 sei das Ziel. Fritz Kasprowicz hat 1971 in München die Meisterprüfung abgelegt und sich 1976 mit einer Bäckerei in Inning selbstständig gemacht. 2006 zog die Bäckerei ins Gut Kerschlach um, die derzeit 32 Mitarbeiter in der Produktion beschäftigt, insgesamt arbeiten in dem Unternehmen mit seinen 14 Verkaufsstellen 140 Personen. Mit ihren Produkten will die Bäckerei auch weiterhin eigene Filialen in der Region beliefern. Diese umfasst laut Fritz Kasprowicz das Ammerseegebiet und die Achse Starnberg-Weilheim.

Alfred Schubert

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