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Die Brücke muss neu gebaut werden.

Ammerbrücke zwischen Fischen und Dießen

Neubau löst marode Brücke von 1933 ab

Das Staatliche Bauamt Weilheim plant, nächstes Jahr die Ammerbrücke an der Staatsstraße 2056 zwischen Fischen und Dießen neu zu bauen. Während der Bauzeit wird der Verkehr über eine Behelfsbrücke umgeleitet.

Pähl – „Der Grund für den Neubau ist der schlechte Bauwerkszustand“, so German Abenthum, der als Sachgebietsleiter am Staatlichen Bauamt in Weilheim für den Brückenbau zuständig ist. Die Brücke über die Ammer an der Staatsstraße 2056 ist 1933 gebaut worden und entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen. Zudem seien bei der jüngsten Inspektion Schäden am Beton und freiliegende Bewehrungen festgestellt worden. Die Brücke erhielt nur noch die Note 3,5 auf der Skala, die bis vier reicht. Auch die Abdichtung sei nicht mehr die beste.

Außerdem hat die Brücke drei Pfeiler, an denen bei Hochwasser mitgeführte Bäume hängen bleiben können. Solche Verklausungen behindern dann den Abfluss des Wassers und können zu Überschwemmungen oberhalb des Staus führen. Aus diesem Grund wird die neue Brücke ohne den Mittelpfeiler in der Ammer gebaut.

Zudem hat die Stahlbetonplatte, die den Fluss überspannt, eine höhere Tragfähigkeit und ist breiter. Die Fahrbahn ist mit einer Breite von acht Metern so dimensioniert, dass künftige Wartungsarbeiten einseitig ausgeführt werden können, während der Verkehr über die jeweils andere Seite fließt.

Die neue Brücke hat an einer Seite einen vier Meter breiten Geh- und Radweg und auf der anderen Seiten einen Gehweg mit einer Breite von 1,80 Metern. Beiderseits der Brücke werden die Straßen und Radwege an das neue Bauwerk angepasst. Die Länge der Baustelle beträgt so gut 600 Meter, wovon 50 Meter auf die Brücke entfallen.

Die Straße, die die wichtigste Verbindung zwischen der Ost- und der Westseite des Ammersees im Süden ist, wird laut Abenthum während der Bauzeit nicht gesperrt. Der Verkehr wird über eine Behelfsbrücke umgeleitet, die unmittelbar südlich der Baustelle montiert wird.

Damit wird vermieden, dass ein Umweg über Raisting gefahren werden muss. Die Durchfahrt durch Raisting wäre besonders für Lastwagen ein Problem, da die Unterführung unter der Bahnlinie nur 2,70 Meter hoch ist und die Ausweichstrecke über den engen Sölber Berg mit seiner S-Kurve bei Begegnungsverkehr problematisch ist.

Die Planunterlagen zum Brückenneubau werden in Pähl und in Dießen einen Monat öffentlich ausgelegt und können dort während der Dienststunden eingesehen werden. Wegen der Corona-Pandemie ist dafür eine Terminvereinbarung erforderlich. Nähere Einzelheiten zu Ort und Zeit der Auslegung sowie zur Möglichkeit, Einwendungen gegen die Planungen zu erheben, geben die Gemeinden laut Auskunft des Staatlichen Bauamts ortsüblich bekannt.

Zudem stehen die Unterlagen zur Planfeststellung seit 1. März auf der Internetseite der Regierung von Oberbayern unter „stbawm.bayern.de/strassenbau/planfeststellungen/aktuell/ammerbruecke“.

Alfred Schubert

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