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Freuen sich über ihr neues Klassenzimmer: Die Klasse 1c an der Pähler Grundschule und ihre Lehrerin Michaela Schuster bezogen gestern den ehemaligen Sitzungssaal.

Auch der Bürgermeister hat mit angepackt

Neues Klassenzimmer in Pähler Grundschule: Einmaleins und Abc im Gemeindesaal

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Gemeinderäte raus, Erstklässler rein. Im Pähler Sitzungssaal findet künftig Grundschulunterricht statt.Damit alles rechtzeitig fertig wurde, hat der Bürgermeister mit angepackt.

Pähl – Wo bislang der Pähler Gemeinderat über Bauanträge und den aktuellen Haushalt debattiert hat, wird künftig das Einmaleins gelernt. Denn: Das Rathaus hat seinen Sitzungssaal an die Grundschule, die sich im selben Gebäude befindet, abgegeben. Seit gestern hat dort die Klasse 1c ihr neues Unterrichtszimmer bezogen.

Nötig war dieser Schritt aufgrund der vielen Erstklässler, die sich für das kommende Schuljahr an der Pähler Grundschule angemeldet haben. „Um alle Kinder unterzubringen, brauchen wir jetzt fünf anstatt wie bisher vier Klassenzimmer“, sagt Schulleiterin Blanka Maschek.

Schnell musste es gehen

Davon gewusst, dass die Räume in der Grundschule künftig nicht mehr ausreichen werden, hat sie erst im April, als die Fristen für die Schuleinschreibung endeten. „Davor kann man nur spekulieren, wie viele neue Kinder einen erwarten.“ Heißt: Bis zum ersten Schultag blieben lediglich fünf Monate, schnelles Handeln war gefragt.

Dafür zu sorgen, dass alle Grundschüler ein Klassenzimmer haben, hat als Aufwandsträger die Gemeinde Pähl um Bürgermeister Werner Grünbauer. Der ist mit der gefundenen Lösung zufrieden. Provisorisch oder gar dauerhaft einen Container aufzustellen, wie es an vielen anderen Schulen in ähnlichen Situationen gehändelt wird – für ihn keine Option. „So eine unschöne Lernatmosphäre möchte ich den Schülern nicht zumuten“, betont Grünbauer. „Da stehen lieber wir als Verwaltung zurück.“ Die Gemeinderatssitzungen finden künftig im benachbarten Pfarrgemeinderats-Zentrum statt. „Passt wunderbar.“

Spalierstehen für die Neuen: Eine nette Begrüßung ließen sich die „alten Schüler“ für die Erstklässler einfallen: Sie bildeten mit Blumen und Händen eine Gasse zur Eingangstüre.

Damit alles rechtzeitig fertig wurde, packte Grünbauer beispielsweise beim Durchbruch der Wand und beim Bodenlegen mit an. Am Montag verlegte er mit einem Elektriker die letzten Kabel. Lob gibt’s für so viel Einsatz von der Schulleiterin. „Ganz toll, sonst wär’s wohl eng geworden“, unterstreicht Maschek. Grünbauer hingegen wiegelt ab: „Das war keine große Geschichte – hauptsache die Knirpse können jetzt loslegen.“

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