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Dieser Fuchs, der schwer verletzt von Hunden in einen Garten in Kerschlach gehetzt wurde, sorgte vor einem Jahr für Schlagzeilen. 

Laut Generalstaatsanwaltschaft lag kein Rechtsverstoß vor

Fuchsjagd bei Kerschlach: Strafanzeige abgewiesen

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Eine Drückjagd, bei der in einem Garten in Kerschlach ein verletzter Fuchs erschossen wurde, sorgte für viel Aufsehen und rief Tierschützer auf den Plan. Die Generalstaatsanwaltschaft stellte nun fest, dass es in dem Fall zu keinem Rechtsverstoß gekommen sei. Die Tierrechtsorganisation PETA fordert jetzt verstärkt ein Verbot der Fuchsjagd in Deutschland.

Pähl – Einige Hunde hatten bei der Jagd vor gut einem Jahr – am 4. Januar 2019 – einen Fuchs auf das Privatgrundstück von Andreas Nicolai Nemitz in Kerschlach gehetzt. Dort drangen sie nach den Schilderungen Nemitz’ auch in den Pferdestall ein.

Der schwer verletzte Fuchs wurde schließlich durch den Inhaber des örtlichen Jagdreviers erschossen, der selbst nicht an der Jagd beteiligt war. „Ein Hundeführer ließ sich nicht blicken“, beklagte Nemitz damals. „Einige Anwohner äußerten sich verwundert, dass nicht über diese Jagd im Dorf unterrichtet wurde, dann hätte man auch rechtzeitig Vorkehrungen zum Schutz der eigenen Haustiere treffen können.“

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Nach den Vorfällen erstatteten Nemitz und die Tierrechtsorganisation PETA Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutz- und Jagdgesetz. Das Verfahren wurde jedoch von der Staatsanwaltschaft München II eingestellt.

PETA fordert Verbot der Fuchsjagd

Gegen die Verfügung legten Nemitz und PETA im Juni vergangenen Jahres bei der Generalstaatsanwaltschaft Beschwerde ein. Diese wurde jedoch laut der Tierrechtsorganisation mit der Begründung zurückgewiesen, dass in dem Fall kein Rechtsverstoß vorliege. „Es ist unfassbar, dass die Generalstaatsanwaltschaft die Strafanzeige erneut zurückgewiesen hat, weil angeblich keine Verstöße gegen das Tierschutzgesetz festgestellt wurden. Dies zeigt einmal mehr, welch grausame Methoden bei der Fuchsjagd noch immer Alltag sind“, wird Nadja Michler, Fachreferentin für Wildtiere bei PETA, in einer Pressemitteilung zitiert. „Nur ein bundesweites Fuchsjagdverbot kann diesem Wahnsinn ein Ende setzen.“

PETA argumentiert: „Laut Tierschutzgesetz muss ein sogenannter vernünftiger Grund für das Töten eines Tieres vorliegen – bei der Jagd auf Füchse handelt es sich jedoch lediglich um ein blutiges Hobby.“ Bei der Fuchsjagd würden „viele Tiere in Totschlagfallen regelrecht zerquetscht“ oder verendeten „aufgrund von Fehlschüssen langsam und qualvoll“. Weder aus wildbiologischen noch aus gesundheitlichen Gründen sei die Bejagung der Füchse angebracht. Wildtierpopulationen regulierten sich etwa durch die Witterung und durch Krankheiten von selbst.

Der Vizepräsident des Bayerischen Jagdverbandes, Thomas Schreder, hält dagegen als Jäger und Wildbiologe nichts von einem generellen Verbot der Fuchsjagd in Deutschland. Ein solches würde nach seinen Worten ein Anwachsen der Fuchspopulation mit sich bringen. Krankheiten hätten es dann leichter, sich auszubreiten, während sich Beutetiere des Fuchses schlechter behaupten könnten. Eine „nachhaltige Bejagung“ sorge für eine gute Entwicklung der Fuchspopulation.

Dass die Generalstaatsanwaltschaft die Beschwerde von Nemitz und PETA zurückgewiesen hat, sieht Schreder positiv. „Ich bin erleichtert, dass es eine Rechtssicherheit gibt“, sagt er. 

sts

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