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Bei der Leonhardi-Fahrt am gestrigen Sonntag in Pähl waren die Teilnehmer hoch zu Ross dabei. Aber auch in Kutschen ganz unterschiedlicher Art. Es wurden über 120 Pferde gesegnet.
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Bei der Leonhardi-Fahrt am gestrigen Sonntag in Pähl waren die Teilnehmer hoch zu Ross dabei. Aber auch in Kutschen ganz unterschiedlicher Art. Es wurden über 120 Pferde gesegnet.
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Trotz Regen zur Leonhardi-Kapelle

Hoch zu Ross und in der Kutsche bei der Leonhardi-Fahrt in Pähl

Über 120 Pferde waren bei der Leonhardi-Fahrt am heutigen Sonntag in Pähl zu sehen. In drei Jahrzehnten wurde die Veranstaltung nur einmal abgesagt.

Pähl – Bei der Abfahrt an der Kleinen Schule fielen gestern schon die ersten Regentropfen. Die Rosserer ließen sich aber nicht abschrecken und zogen zum Feldgottesdienst an der Leonhardi-Kapelle. 28 Gespannfahrer und 50 Reiter waren heuer gekommen, um in Pähl den Segen für ihre Tiere zu empfangen.

Ludwig Fent und Josef Gregori sind Gründungsmitglieder des Pähler Leonhardi-Vereins und heuer schon zum 31. Mal dabei. Sie hatten wieder die Ehre, in der Vereinskutsche mitzufahren, die von den Pferden von Johann Dietrich gezogen wird. 

Für den Moorenweiser, der mit 35 Kilometern eine der längsten Anfahrten hat, ist die Teilnahme an der Pähler Leonhardi-Fahrt schon fester Bestandteil des Jahresablaufs. So genau kann er sich nicht mehr erinnern, wie oft er dabei war, aber „mindestens 20, eher 25 Mal werden es schon sein“.

Die Tradition der Pferdesegnung gibt es schon lange 

Die Tradition der Pferdesegnung gibt es in Pähl schon viel länger, wie sich Fent erinnert: „Es muss so um 1948 gewesen, als die Rosserer zum ersten Mal geritten sind.“ Anfangs wurde nur geritten. Es waren Bauern, die mit Arbeitspferden zum Leonhardi-Ritt kamen, um ihre Tiere segnen zu lassen. 

Anfang der 1950er Jahre hielten die Traktoren Einzug im Ort. Gregori: „Es waren aber nur wenige. Die meisten Bauern haben damals immer noch mit Pferden gearbeitet.“ Im Laufe der Zeit wurden die Traktoren immer mehr und die Arbeitspferde immer weniger. Und der Leonhardi-Tag verlor so zunehmend an Bedeutung. Um die Tradition wieder aufleben zu lassen, gründeten Pferdefreunde 1988 den Leonhardi-Verein.

„Am Anfang war es noch eine sehr kleine Veranstaltung. Wir trafen uns vor dem Hof neben der Schule und hatten nur ein keines Zelt für die Rosserer“, so Ingrid Gemander, die als Beisitzerin im Vorstand des Vereins tätig ist, über die Leonhardi-Fahrt. 

Nur einmal musste die Leonhardi-Fahrt in 31 Jahren ausfallen

Später nutze man den Platz am Feuerwehrhaus, jetzt treffen sich Rosserer und Zuschauer nach der Fahrt im Pfarr- und Gemeindezentrum (PGZ), wo der Verein die Gäste bewirtet. Gemander: „Das PGZ ist ein Segen für uns.“ Die Bewirtung kann im Saal erfolgen, außerdem ist in dem Haus alles vorhanden, was man für ein Fest braucht, zu dem einige hundert Besucher kommen.

Die Leonhardi-Fahrt musste in den vergangenen 31 Jahren nur einmal ausfallen. Wegen einer Seuche war das Verbringen der Tiere an einen anderen Ort und der Kontakt zu anderen Pferden zu gefährlich. Auch das Wetter machte schon einmal Probleme. Wegen starken Schneefalls wurde die Leonhardi-Fahrt zu einem späteren Termin nachgeholt.

Die Fahrt ist ein Fest für die ganze Gemeinde geworden, zu dessen Gelingen mehr als 100 Ehrenamtliche beitragen. Die Feuerwehr regelt den Verkehr, bei der Bewirtung sind mehr als zwei Dutzend Leute aktiv, und etwa 60 Frauen backen Kuchen und Torten.

Zwölf Jahre lang waren Anahid Klotz und ihre Esel Teil der Murnauer Leonhardifahrt. Beim Segen des „Bauernherrgotts“ am Mittwoch werden sie jedoch nicht mit dabei sein.

VON ALFRED SCHUBERT

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