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Die Kompostieranlage soll erweitert werden. 

Der Gemeinderat stimmte zu, aber nicht bedingungslos

Pähl: Ja zu Ausbau der Kompostieranlage

Die Firma „Albrecht“, die die Kompostieranlage an der Straße nach Raisting in der Nähe der Ammer betreibt, will die Betriebsanlagen erweitern. Der Gemeinderat von Pähl stimmte dem Vorhaben geschlossen zu.

Pähl – Mit der neuen Betriebsfläche soll laut Antrag mehr Platz für die „Lagerung saisonabhängiger Produkte“ geschaffen werden. Die neuen Lagerstätten, die für Kompost bestimmt sind, sollen durch ein Dach geschützt werden. Für die Erweiterung der Anlage, die sich im Außenbereich befindet, müssen der Flächennutzungsplan und der Bebauungsplan für dieses Gebiet geändert werden.

Nachdem die Träger öffentlicher Belange beteiligt worden waren, beschäftigte sich der Gemeinderat Pähl in seiner jüngsten Sitzung mit deren Stellungnahmen. Durchweg positiv bewertet die Handwerkskammer das Vorhaben. Es handle sich um eine nützliche Anlage, so die Kammer, die auch die Gemeinde Pähl für die Genehmigung des Betriebs lobte, was die Räte erfreut zur Kenntnis nahmen.

Bedenken kamen von der Naturschutzbehörde und vom Wasserwirtschaftsamt. Das Gelände liegt auf einem ökologisch wertvollen Niedermoorboden und im Überschwemmungsbereich der Ammer. Bei einem hundertjährlichen Hochwasser würde die Erweiterungsfläche in ihrer derzeitigen Höhenlage überschwemmt. Dies kann nur durch Aufschüttung verhindert werden, wodurch dann allerdings im Überschwemmungsfall rund 1100 Kubikmeter Retentionsvolumen (zur Zurückhaltung von Wasser) verloren gehen würden. Um dies auszugleichen, sollen auf der Ostseite des Geländes ein Graben und in der Nordostecke ein Becken angelegt werden. Diese Vertiefungen können die geforderten 1100 Kubikmeter Wasser aufnehmen. Zudem muss aus Gründen des Umweltschutzes das von der Anlage abfließende Wasser gesammelt und wiederverwendet werden.

Auf die Optik der Kompostieranlage wird Wert gelegt

Dem Gemeinderat ist auch die Optik der Anlage wichtig, vor allem die der Ostseite, die man von Pähl aus sieht. Das Gremium fordert, dass das Dach entweder extensiv begrünt oder mit einer Photovoltaikanlage ausgerüstet wird, ähnlich wie die schon vorhandenen Dächer. Weiter macht es zur Auflage, dass eine Eingrünung durch Bäume und Sträucher vorgenommen wird. Dafür möchte die Gemeinde ein Sicherheitsleistung in Höhe von 15 000 Euro von dem Unternehmer.

Da für die Erweiterung eine Fläche verwendet wird, die bisher als ökologische Ausgleichsfläche diente, muss das Unternehmen jetzt eine andere rund 3300 Quadratmeter große Fläche für diesen Zweck zur Verfügung stellen. Diese muss nicht unbedingt in Pähl liegen. Nach den beiden Billigungs- und Aufstellungsbeschlüssen, die jeweils einstimmig gefasst wurden, werden die Pläne überarbeitet und anschließend noch einmal öffentlich ausgelegt.

Alfred Schubert

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