Ein Sanierungsfall: Das alte Feuerwehrhaus in Pähl ist marode und soll jetzt für 38 000 Euro saniert werden. foto: schubert

Feuerwehrhaus in Pähl

Prägend für das Ortsbild, aber ein Sanierungsfall

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Pähl - Der Gemeinderat beriet über das alte Feuerwehrhaus und entschied sich für eine Reparatur von Turm und Dach.

Das alte Feuerwehrhaus neben dem Friedhof beschäftigte den Pähler Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Grund war der marode Zustand des Brettermantels am Turm und das schadhafte Dach. Wenn das Gebäude erhalten werden soll, müssten Sanierungen durchgeführt werden, für die bereits 35 000 Euro in den Haushalt eingestellt worden sind.

Laut einer Kostenschätzung, die Bürgermeister Werner Grünbauer vorlegte, sollen die Arbeiten etwa 38 000 Euro kosten. Sie umfassen das Abdecken des Dachs, den Austausch defekter Sparren und die neue Eindeckung mit Biberschwanzziegeln einschließlich aller Nebenarbeiten. Auch der neue Brettermantel am Turm ist mit einkalkuliert.

Nicht allen Gemeinderäten gefiel der Vorschlag. Es wurde angemerkt, dass sich die Preise bei öffentlichen Bauvorhaben verdoppeln bis verdreifachen könnten. Außerdem müsste man, wenn man schon so viel in die Renovierung des Dachs investiere, später auch noch den Rest des Gebäudes sanieren. Dies könnte noch viel mehr kosten, da das Mauerwerk feucht und in einem schlechten Zustand sei. Die Befürchtung wurde laut, dass die Renovierung ein Fass ohne Boden werden könnte.

Derzeit wird nur ein Teil des Gebäudes vom Schlachtverein genutzt, der bei der Renovierung einen Teil der Zimmererarbeiten übernehmen will. Für den Rest gibt es nach Feststellung mehrerer Gemeinderäte keine Verwendung. Sie sprachen sich dafür aus, zuerst nach einer langfristigen Nutzung zu suchen, und dann die Renovierung so durchzuführen, dass sie dieser Nutzung entspreche. Außerdem sollte das ganze Gebäude so gestaltet werden, dass es optisch ansprechend sei – was jetzt nicht der Fall sei. Die Befürworter der Sanierung führten an, dass es sich um ein historisches Gebäude handle, das mit prägend für das Ortsbild sei, und dass es manchen Pählern viel bedeute. Es sollte daher unabhängig von einer möglichen künftigen Nutzung in seinem derzeitigen Bestand erhalten werden.

Als Varianten wurden auch der Abbruch des Turms und die Sanierung des übrigen Gebäudes sowie der Abbruch des ganzen Gebäudes diskutiert. Beide wurden jedoch schnell verworfen. Eine Beseitigung des ganzen Gebäudes komme ohnehin nicht in Frage, da der Schlachtverein seine Räumlichkeiten weiterhin brauche, so die Argumentation gegen die Radikallösung.

Zu einer einheitlichen Meinung kam es nicht. Acht Gemeinderäte sprachen sich für die von der Verwaltung vorgeschlagene Sanierung von Turm und Dach aus, fünf stimmten dagegen.  

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