Der Pfarrhof steht unter Denkmalschutz. Das muss bei der Modernisierung berücksichtigt werden.
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Der Pfarrhof steht unter Denkmalschutz. Das muss bei der Modernisierung berücksichtigt werden.

Genauen Zeitplan gibt es noch nicht

Pähler Pfarrhof wird modernisiert

Das zentrale Büro der Pfarreiengemeinschaft Raisting-Pähl-Wielenbach ist im Pähler Pfarrhof untergebracht. Um seiner Aufgabe gerecht zu werden, wird das historische Gebäude neben der Kirche jetzt restauriert und modernisiert.

Pähl – Bei dem Gebäude handelt es sich um einen denkmalgeschützten Pfarrhof, der auch im Inneren viele historische Elemente hat, die erhalten bleiben sollen. Dazu gehört unter anderem der Stuck an einigen Decken im Obergeschoss, ein Deckengemälde und der zweigeschossige Getreidespecher unter dem Dach. Das Gebäude kann laut Bernhard Hager also nicht einfach renoviert werden, wie das bei einen normalen Altbau möglich wäre. Vielmehr sei eine aufwändige Restaurierung nötig.

Laut Hager, der seit zwei Jahren als Kirchenpfleger für die Gebäude der Kirchenstiftung zuständig ist, haben sich die Vorbereitungen des Bauvorhabens aufgrund eines Architektenwechsels und der Corona-Pandemie „ziemlich lang hingezogen“. Inzwischen stehe aber die Raumplanung.

Pfarrbüro soll in ersten Stock verlegt werden

Nachdem die bisher vermietete Wohnung im Obergeschoss frei geworden ist soll das Pfarrbüro in den ersten Stock verlegt werden. Dies habe mehrere Vorteile, denn dort sei mehr Platz, weil rund ein Drittel des Erdgeschosses von der Heizung und den Öltanks belegt ist. Außerdem besteht ein Zugang zu dem sehr großen Dachgeschoss, so dass dieses etwa für das Archiv genutzt werden könnte.

Ein großer Vorteil sei zudem, dass der Zugang barrierefrei ist. Die Besucher können vom Parkplatz am Rathaus über den Friedhof und die kleine Brücke ins Büro kommen, ohne über Treppen gehen zu müssen. Für einen barrierefreien Zugang zum Erdgeschoss müsste ein Lift gebaut werden, der nicht nur teuer in der Anschaffung, sondern auch wartungsintensiv sei. Ein großer Posten in der Rechnung sind laut Hager auch die Fenster. Es sei noch nicht sicher, ob sie ausgetauscht oder ertüchtigt werden. Auf jeden Fall müsse das Äußere des markanten Hauses erhalten bleiben.

Genauen Zeitplan gibt es noch nicht

Nichts geändert werden soll vorerst an der Ölheizung, die auch die benachbarte Kirche mit Wärme versorgt. Die Kirchenverwaltung wolle abwarten, ob in Pähl ein Nahwärmenetz gebaut wird. Eine solche Anlage, die die öffentlichen Gebäude im Ortszentrum versorgen soll, ist bereits im Gemeinderat diskutiert worden. Wenn ein Anschluss an dieses Netz möglich wäre, würde die Investition für eine neue Heizung wegfallen. Auch der Energieträger Erdgas „wäre ein Option“, so Hager. Bei einer Umfrage des Erdgasversorgers habe die Kirchenverwaltung daher ihr Interesse an einem Anschluss bekundet.

Einen genauen Zeitplan für die Umbauarbeiten hat Hager noch nicht. Er rechnet aber damit, dass es „in den nächsten Wochen richtig losgehen kann“.

Nachdem die Pfarreiengemeinschaft Raisting-Pähl 2017 um die Pfarreien Wielenbach und Haunshofen mit ihren Filialkirchen in Wilzhofen und Bauerbach erweitert worden ist, wurden den Pfarrhöfen neue Aufgaben zugeordnet. In Raisting ist jetzt die Wohnung für den Pfarrer und in Pähl das zentrale Büro für die Pfarreiengemeinschaft. Der Pfarrhof in Wielenbach, der aufgrund seines schlechten Zustands nicht mehr wirtschaftlich sinnvoll renoviert werden kann, wird abgebrochen.

VON ALFRED SCHUBERT

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