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Ein Baum als Patenkind

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Von: Stephanie Uehlein

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Das Schild am König-Ludwig-Weg macht auf das in der Region einmalige „StammBaum“-Projekt von Alexandra von Schönberg aufmerksam. Deren Mitarbeiter Felix Boos half beim Aufstellen. © Ruder

Von der Papierwerkstatt bis zur Haltung von Galloway-Rindern – Alexandra von Schönberg vom Hartschimmelhof bei Pähl schätzt ihre vielfältigen Arbeitsbereiche, die sie mit sehr unterschiedlichen Menschen zusammenbringen. Nun ist ein neues Projekt hinzugekommen: der „StammBaum Ammersee“, bei dem von Schönberg etwa anlässlich von Geburten Baumpatenschaften vermittelt.

Pähl – Durch den Gutswald des Hartschimmelhofs führt der „König-Ludwig-Wanderweg“. Doch das Miteinander mit den Menschen, die dort unterwegs sind, ist aus der Sicht von Schönbergs schwierig. Immer wieder bleibe Müll im Wald zurück. Vom „StammBaum“-Projekt erhofft sich die Initiatorin nun Verbesserungen hinsichtlich des Verhaltens der Waldbesucher. Das Geld aus den Patenschaften soll dem seit 1944 bestehenden Naturschutzgebiet auf dem Gutsgelände zugutekommen.

Die Idee zum „StammBaum Ammersee“ brachte von Schönbergs Mann Joachim aus dem Landkreis Sigmaringen (Baden-Württemberg) mit, wo sich im „Fürstlichen Park Inzigkofen“ der erste „StammBaum“-Wald befindet. Dem Projekt hat sich Alexandra von Schönberg angeschlossen und den zweiten von inzwischen bereits vier „StammBaum“-Wäldern ins Leben gerufen.

Wer Pate eines Baumes werden oder eine Patenschaft verschenken möchte, hat am Höhenweg zwischen Andechs und Pähl die Auswahl zwischen verschiedenen Baumarten – Birken gibt es dort genauso wie Buchen und Kiefern. Fichten sind nicht im Angebot – sie sind laut von Schönberg zu stark durch den Borkenkäfer gefährdet. Baumstümpfe können dagegen „Patenkinder“ werden, wenn sie jemandem etwa wegen ihrer besonderen Form gut gefallen.

Eine Baumpatenschaft zur Geburt oder zur Hochzeit

Eine Patenschaft – sie ist ab 300 Euro möglich – kann 15 oder 30 Jahre dauern oder auch lebenslänglich sein. Zum Beispiel Geburten und Hochzeiten sind nach Ansicht von Schönbergs gute Anlässe für Interessierte, sich an dem besonderen Projekt zu beteiligen.

Dezente Edelstahl-Plaketten an den Bäumen sollen auf die Patenschaften hinweisen, aber auch Patenschaften ohne Plaketten sind möglich. Ein Pate für eine Kiefer wurde bereits gefunden. Paten können ihr „eigenes Stück Natur“ vom Wanderparkplatz in Andechs aus erreichen. Der „StammBaum“-Weg ist etwa einen Kilometer lang.

Er soll „etwas Fröhliches sein“, positiv besetzt sein, wie von Schönberg hervorhebt. „Man kann sich zum Beispiel an einen Baum setzen und sich sammeln“ – so etwas habe sie auch schon selbst gemacht. sts

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