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Ehrungen bei der Pähler CSU: (v.l.) Helmut Mayr, Geehrter Josef Bader, Johann Weber, Alexander Dobrindt, Harald Kühn und Geehrter Werner Anklam. 

CSU-Empfang in Pähl

Sympathie für Birkenallee-Radweg

Pähl - Beim CSU-Empfang in Pähl  äußerten Minister Dobrindt und Landtagsabgeordneter Kühn Verständnis für den Wunsch nach einem Radweg an der Birkenallee.

Dass er bei seiner Fahrt an den Gardasee 64 Euro für ein österreichisches Pickerl und andere Straßenabgaben bezahlte, ist für Alexander Dobrindt eine Selbstverständlichkeit. Dass dann aber seine Mautpläne ausgerechnet in Österreich auf Kritik stoßen, versteht der Bundesverkehrsminister nicht – deshalb forderte er beim Neujahrsempfang des Pähler CSU-Ortsverbands: „Schluss mit der Ösi-Maut-Meckerei.“

Neben Maut und technischem Fortschritt, den der Minister propagierte, stand noch ein Thema im Pfarr- und Gemeindezentrum an, das seit fast 30 Jahren bewegt: der Radweg entlang der Birkenallee zwischen Fischen und Dießen. CSU-Landtagsabgeordneter Harald Kühn zeigte Verständnis für den Wunsch der Pähler Bürger, einen Radweg entlang der Birkenallee zu bekommen. Allerdings sei er bisher „so nicht genehmigungsfähig“. Wenn es aber neue Erkenntnisse gebe, müssten diese berücksichtigt und das Vorhaben neu bewertet werden. Er wünsche sich den Radweg, könne aber einer Entscheidung nicht vorgreifen. Für diese Bemerkung erhielt Kühn Applaus.

Lob bekamen die beiden CSU-Politiker von Werner Grünbauer: „Ich bin zwar politisch neutral“, so Pähls Bürgermeister, „aber deshalb darf ich doch einen Dank aussprechen an Harald und Alexander.“ Er tat dies, weil sie Verständnis für den Wunsch nach einem Radweg an der Birkenallee gezeigt haben. Ihm schloss sich ein anderer der rund 50 Besucher des Empfangs an: Dieser meinte, Menschenschutz habe Vorrang vor Naturschutz – wofür er spontanen Applaus bekam.

Auch Verkehrsminister Dobrindt sieht keinen Widerspruch zwischen einem Radweg und dem Schutz der Natur. Den Vorschlag einer Besucherin, eine Abgabe auf Kohlendioxid einzuführen, um den Klimawandel zu bremsen, lehnt Dobrindt ab – da diese nur sinnvoll sei, wenn sie eine lenkende Wirkung habe. Er ziehe die Entwicklung sparsamerer Motoren, Elektromobilität und den Einsatz von Hybridfahrzeugen mit Wasserstoff-Brennstoffzellen vor.

Drohnen per Waffengesetz zu kontrollieren forderte ein Besucher, der fürchtet, dass diese Flugapparate von Terroristen benutzt werden könnten. Dobrindt sieht die Gefahr auch. Mit der Kennzeichnungsplicht und der Festlegung von Flugverboten sei ein wichtiger Schritt gemacht.

Der CSU-Ortsvorsitzende Johann Weber übte angesichts der aktuellen Bedrohung („Der islamistische Terror ist in Bayern eingezogen“) Kritik an den Behörden, die eigentlich für die Sicherheit der Bürger verantwortlich sein sollten. Solche Pannen wie im Vorfeld des Attentats von Berlin dürfe es nicht geben. Und Webers Stellvertreter Helmut Mayr rief die Bürger dazu auf, sich mehr für Kommunalpolitik zu interessieren: „Geht’s mal in eine Gemeinderatssitzung, das ist auch unterhaltsam – manchmal“, so der Gemeinderat.

Der CSU-Ortsverband, am 29. März 1977 aus der Taufe gehoben, ehrte beim Empfang drei Gründungsmitglieder: Josef Bader, Werner Anklam und Rupert Zöbele.

Alfred Schubert

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