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Mit mehreren Radl-Demonstrationen hat die Initiative „Radwege am südlichen Ammersee“ bereits auf ihr Anliegen aufmerksam gemacht. Das Bild stammt aus April vergangenen Jahres.

Pähl/Dießen

Unterschriftenaktion für Birkenallee-Radweg

Da  die Regierung von Oberbayern beharrlich die Machbarkeitsstudie der Gemeinden Pähl und Dießen ignoriert, nehmen die Pähler das Heft selbst in die Hand. Es werden Unterschriften für ein Bürgerbegehren gesammelt –  für einen  Radweg entlang der Birkenallee.

Dießen/Pähl – „Die Hälfte haben wir schon zusammen“, sagt Dieter Wirsich, ein Sprecher der Initiatoren. Sowohl die Bayerische Umweltministerin, Ulrike Scharf, als auch Landrätin Andrea Jochner-Weiß haben den Mitstreitern der Initiative „Radwege am südlichen Ammersee“ Mut gemacht.

Sowohl im Falle der Birkenallee als auch für eine Verbindung zwischen Raisting und Dießen stehen naturschutzrechtliche Argumente den Vorhaben entgegen. Argumente, die in einer Machbarkeitsstudie der Gemeinden Pähl und Dießen für die Verbindung entlang der Birkenallee entkräftet wurden, aber von der Regierung nach Ansicht der Initiative ignoriert werden.

Dabei soll auf Betreiben der Regierung bis 2025 der Radverkehr verdoppelt werden. Jährlich werden in den Ausbau des Radwegenetzes 40 Millionen Euro investiert. Für die Pähler tut sich damit ein großer Widerspruch auf.

Die beiden Politikerinnen Scharf und Jochner-Weiß jedoch befürworteten eine Radverbindung in die Nachbargemeinde, sagt Wirsich. Das mache den Pählern Hoffnung, ihr Bürgerbegehren soll den Anstoß für ein Umdenken geben. „Wir wollen den Bürgern klarmachen, dass die sogenannte Raistinger Schleife, die immer wieder als Alternativlösung genannt wird, keine Ausweich-Möglichkeit ist“, sagt Lorenz Baumann von der Lebensraumplanung Pähl. Die fast doppelt so lange Route, die ebenfalls durch Naturschutzgebiet führt, sei ein landwirtschaftlicher Versorgungsweg, auf dem es zu riskanten Begegnungen kommen könne. Und immer mehr Menschen würden das Fahrrad nutzen, um zur Arbeit, zum Einkaufen oder in die Schule – zum Beispiel von Pähl ans Ammerseegymnasium – zu kommen, ergänzt Professor Ernst Röckl von der Initiative „Radwege am südlichen Ammersee“.

Rund 220 Unterschriften werden benötigt. Die Initiatoren gehen von Haus zu Haus. Die Frage lautet: „Sind Sie dafür, dass zwischen Dießen und Fischen entlang der Staatsstraße 2056 ein Geh- und Radweg gebaut wird?“ Wunschtermin der Initiatoren für die Abstimmung wäre die Bundestagswahl im September.

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