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Reichlich freie Plätze bei der Wahlversammlung: Nur 13 Bürger waren zur Veranstaltung von Bürgermeister Werner Grünbauer ins PGZ gekommen. 

Veranstaltung mit Bürgermeister Werner Grünbauer in Pähl

Wahlwerbung vor nur 13 Zuhörern

Pähls Bürgermeister Werner Grünbauer informierte kurz vor der Bürgermeister-Wahl am 7. Mai im PGZ über seine Ziele. Nur 13 Bürger waren gekommen.

Pähl – Es liege wohl „in der Natur der Sache“, so Werner Grünbauer am Montag im PGZ, dass eine Wahlveranstaltung des einzigen Kandidaten keine großes Interesse im Ort wecke. Gekommen waren nur 13 Bürger. „Es waren tolle, schöne und anstrengende Jahre“, so der Bürgermeister, der sich als „kantig, echt und erfolgreich“ beschreibt, zu Beginn seines Rechenschaftsberichts, den er im Schnelldurchlauf präsentierte.

Trotz schwieriger Ausgangslage – unklare Finanzlage, mehrfach abgelehnter Haushalt und Baueinstellung bei der Turnhalle – konnten in den sechs Jahren seiner Amtszeit ein Dutzend Projekte abgeschlossen werden, unter anderem die Fertigstellung der Turnhalle, der Umbau des Schulhauses, der Neubau der Kinderkrippe, die Einrichtung von zwei Jugendtreffs und die Ausweisung des Gewerbegebiets. Vor allem sein Hauptziel, die Konsolidierung der Finanzen, habe er erreicht. Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer seien von 2010 bis 2015 von 393 000 Euro auf 1,134 Millionen Euro gestiegen, der Einkommenssteueranteil der Gemeinde von 2011 bis 2015 von 1,15 auf 1,64 Millionen Euro. Die Schulden seien von einer Million Euro auf 778 000 Euro gesunken, gleichzeitig die Rücklagen von knapp 80 000 Euro auf 2,24 Millionen Euro gestiegen. Pähl stehe heute – „finanziell und optisch“ – gut da. Die Gemeinde sei unter den drei besten Gemeinden im Landkreis – und dieser wiederum auf Platz acht in einem deutschlandweiten Vergleich.

Für eine weitere Amtszeit von sechs Jahren hat sich Grünbauer – „Visionen sind ein Teil meines Jobs“ – unter anderem vorgenommen, ein neues Gewerbegebiet zu erschließen, ein weiteres sogenanntes Einheimischenmodell aufzulegen und das Rathaus zu modernisieren. Außerdem sind ihm der soziale Wohnungsbau und die Bekämpfung der drohenden Altersarmut wichtig.

Am Bau des Radwegs an der Birkenallee will er festhalten, wobei er Verständnis für den Naturschutz hat. „Naturschutz ist wichtig, aber nicht so, wie er hier betrieben wird“, so seine Kritik an den Gegnern. In dieser Angelegenheit sollte der „klare Wille der Bürger“ umgesetzt werden. An den Ministerpräsidenten, der gesagt habe, dass er auf die Bürger hören würde, richtet er die Bitte: „Herr Seehofer, wir würden gerne gehört werden.“

Auch wenn er keinen Gegenkandidaten hat, hofft Grünbauer auf eine hohe Wahlbeteiligung und ein gutes Wahlergebnis. Gute Zahlen seien wichtig, wenn es darum gehe, die Gemeinde bei Behörden zu vertreten. Zu seinem Auftreten meint Grünbauer: „Ich gebe zu, dass ich ein bisschen kantig bin.“ Aber das müsse man sein, wenn man „einen geraden Weg gehen“ wolle.

Gewählt wird am Sonntag, 7. Mai. Die beiden Wahllokale im PGZ in Pähl und im Feuerwehrhaus in Fischen sind laut Wahlleiterin Regina Promberger von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Wer die Briefwahl nutzen will, kann die Unterlagen bis Freitag, 5. Mai, 15 Uhr, im Rathaus abholen. Die Unterlagen müssen bis 7. Mai, 18 Uhr, im Briefkasten des Rathauses sein.

Der Stimmzettel hat laut Promberger den Namen des Kandidaten, der angekreuzt werden kann, und eine freie Zeile, in die die Wähler den Namen einer anderen Person eintragen können. Wenn diese Person eindeutig identifizierbar ist und die Bedingungen für die Wählbarkeit erfüllt sind, ist die Stimme gültig. Das Wahlergebnis wird laut Promberger voraussichtlich gegen 20 Uhr vorliegen und dann im Rathaus öffentlich bekannt gegeben.

Alfred Schubert

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