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Die „Hirschberg-Alm“, hier ein Foto aus dem Jahr 2015, als sie zu verkaufen war, steht nun wieder le er. 

Wegen Mängeln an der Bausubstanz

Asylbewerber müssen „Hirschberg-Alm“ räumen

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In der „Hirschberg-Alm“ oberhalb von Pähl sind derzeit keine Asylbewerber mehr untergebracht. Wie das Landratsamt mitteilt, war ein Auszug nötig geworden, nachdem bei einer „Feuerbeschau“ Mängel an der Bausubstanz festgestellt worden waren.

Pähl –Betroffen von dem unfreiwilligen Auszug waren 30 Asylbewerber und als Flüchtlinge anerkannte Menschen verschiedener Nationalitäten. Sie wurden laut Helmut Hartl, Sachgebietsleiter „Ausländeramt“ am Landratsamt, in staatliche Unterkünfte in Altenstadt, Weilheim, Peißenberg und Rottenbuch gebracht. Die Umzüge gingen in Zusammenarbeit mit dem Asyl-Helferkreis Pähl vonstatten.

Die „Hirschberg-Alm“, einst gehobene Gastronomie mit Hotelbetrieb, stand schon mehrere Jahre leer und zum Verkauf, als die Eigentümer, das Gastronomieunternehmen „Gruber Gruppe“, 2015 einen Beherbergungsvertrag mit dem Landratsamt Weilheim-Schongau schloss. Die ersten Asylbewerber zogen 2016 ein.

Und nun die Feuerbeschau. Eine solche dient dazu festzustellen, ob in einem Gebäude oder bei Anlagen eine erhöhte Brand- oder Explosionsgefahr besteht. Laut der Homepage des bayerischen Finanz- und Heimatministeriums entscheiden über eine Feuerbeschau „die Gemeinden nach pflichtgemäßem Ermessen. Die Feuerbeschau ist durchzuführen, wenn konkrete Anhaltspunkte für gefährliche Zustände vorliegen.“

Was der Anlass für die Untersuchung in Pähl war, darüber wollte das Landratsamt keine genauen Angaben machen. Bei der Inspektion des Gebäudes waren unter anderem ein Sicherheitsingenieur, Pähls Bürgermeister Werner Grünbauer, Vertreter der Feuerwehr und auch Hartl selbst anwesend.

Für die Behebung der Mängel muss der Eigentümer und nicht das staatliche Landratsamt sorgen. „Wir haben das Gebäude nicht angemietet“, so Hartl. Der Beherbergungsvertrag läuft noch bis ins dritte Quartal diesen Jahres. Danach wäre ohnehin ein Umzug von darin untergebrachten Menschen nötig gewesen. In der Hirschberg-Alm waren seinerzeit ursprünglich 88 Plätze für Asylbewerber vorgesehen. Das Haus, das von Security bewacht wurde, war aber so gut wie nie voll belegt.

Wie teuer eine Behebung der Mängel ist und ob sie überhaupt noch vorgenommen wird, darüber konnte der Leiter des Ausländeramtes keine Aussagen treffen. „Wir hoffen schon, dass dort noch einmal Leute einziehen können“, sagte Hartl.

Auch wenn in der „Hirschberg-Alm“ derzeit keine Menschen beherbergt werden dürfen, so ist laut Mitteilung des Landratsamtes der Parkplatz weiter nutzbar und der Zugang zur Pähler Schlucht weiter möglich.

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