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Werner Mützel vor Gut Kerschlach. Der Verleger verstarb dort nun im Alter von 77 Jahren. Das Foto stammt aus dem Jahre 2011.

Verleger Werner Mützel tot

Gut Kerschlach war sein Lebenstraum: Gründer mit 77 Jahren gestorben

Verleger Werner Mützel ist tot. Der Kissinger starb nach langer Krankheit im Alter von 77 Jahren am Dienstag auf seinem Gut Kerschlach bei Pähl.

Kerchlach/Kissing  Der Inhaber des WEKA-Verlages, der rund 1500 Mitarbeiter beschäftigt und 240 Millionen Euro Jahresumsatz verzeichnet, erwarb das Gut Mitte der 90er Jahre von den Missionsbenediktinerinnen und erfüllte sich damit einen Lebenstraum. Der gebürtige Augsburger baute es im großen Stil um: Pferdeboxen, ein Bioladen, Restaurant und eine Bäckerei entstanden im Laufe der Jahre. Derzeit beschäftigt sich der Gemeinderat mit neuen – nicht unumstrittenen – Umbauplänen. Mützel wollte eine Reithalle und 19 Wohnungen bauen.

Der gelernte Industriekaufmann und klassische Selfmade-Millionär machte sich 1973 selbstständig und baute in seinem Reihenhaus in Kissing seinen „Fachverlag für Verwaltung und Industrie“ auf – mit seiner Frau Karin und einer Angestellten. Heute gehören der Familie laut Firmenangaben 23 Medienunternehmen in Deutschland, Österreich, Frankreich und der Schweiz. Firmensitz ist Kissing. So genannte Loseblattsammlungen zu Fachthemen brachten den ersten wirtschaftlichen Erfolg für den Hobbypiloten. Die Firmengruppe befindet sich nach wie vor im alleinigen Besitz der Familie.

Weniger erfolgreich als mit seinem Verlag war der Verstorbene mit seinem Versuch, von Gut Kerschlach aus einen Lieferservice mit Bio-Lebensmitteln aufzubauen. Das Projekt wurde mangels Umsatz nach einigen Jahren wieder eingestellt.

Die Trauerfeier für Werner Mützel mit anschließender Beerdigung ist am  Dienstag, 27. März, auf dem protestantischen Friedhof in Augsburg. Beginn ist um 11 Uhr.  

Johannes Thoma 

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