Beate Uhse stellt Insolvenzantrag

Beate Uhse stellt Insolvenzantrag
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Alles wie bisher: Die wiedergewählten WBV-Obmänner: (von links) Ludwig Zink, Franz Brich, Leo Jungwirth und Heribert März.

Winterversammlung der Waldbesitzervereinigung

Sturm und Käfer ärgern Waldbesitzer

„2016 war der Wahnsinn, 2017 war schlimmer.“ Mit diesen Worten leitete Geschäftsführer Klaus Deibel am Dienstag seinen Marktbericht ein, den er bei der Winterversammlung der Waldbesitzervereinigung (WBV) Weilheim in Pähl hielt.

Pähl „Für die rund 20 Besucher aus den Ortsverbänden Pähl und Fischen gab es wenig Erfreuliches zu hören. Nach dem Käferbefall kam am 1. August ein Gewittersturm, der für viel Windbruch sorgte. Der Landkreis sei zwar nicht so stark betroffen gewesen wie der Landkreis Starnberg oder die Region um Passau, dies nütze den hiesigen Waldbesitzern aber wenig, denn „das ganze Holz kommt auf den Markt und drückt den Preis“.

Holz werde zwar gebraucht, aber derzeit gebe es ein Kapazitätsproblem – von der Aufarbeitung im Wald über den Transport bis zur Verarbeitung bei den Sägewerken. Die Folge sei: „Der Preis ist nicht zufriedenstellend - leider.“ Eine gute Nachricht hatte Deibel aber auch. Der Boom in der Baubranche wirke sich positiv auf den Preis für Bauholz aus: „Für gutes Langholz werden 95 Euro pro Festmeter gezahlt.“ Dagegen seien die Preise für Abschnitte niedriger als im Vorjahr. Für gutes Holz würden 70 Euro gezahlt, für Käferholz 50 bis 60 Euro und für die D-Qualität 40 bis 50 Euro pro Festmeter. Der Papierholzpreis liege stabil bei 32,50 Euro pro Raummeter. Für Energieholz - „Holz, nicht Kompost“ - würden zwei bis fünf Euro pro Schüttraummeter gezahlt. Hartes Holz bringt dem Verkäufer 42 bis 45 Euro pro Ster, bei Nadelholz und Erle sind des 21 bis 25 Euro.

Bei den Laubhölzern ist laut Deibel die Eiche gefragt, für die 250 bis 300 Euro pro Festmeter gezahlt werden. Auch Ahorn lasse sich gut verkaufen, nach Buche und Esche bestehe hingegen keine Nachfrage. Wer besonders gutes Holz hat, das sich für Schreinerarbeiten oder als Furnier verwenden lässt, muss sich laut Deibel beeilen. Bereits Ende November müssen die Stämme für die Submission registriert sein. Luitpold Schneider sieht die Situation wie Deibel: „Das Jahr ging mit dem Käfer los“, so der Förster, und der Befall sei so stark gewesen, dass man ihm kaum Herr werden konnte. Er machte die Waldbesitzer darauf aufmerksam, dass man als solcher in der Pflicht sei, die Bestände regelmäßig zu kontrollieren und befallene Bäume sofort zu entfernen. Auch auf eine andere Pflicht wurden Waldbesitzer aufmerksam gemacht. Die Verkehrssicherungspflicht bedeutet, dass die Eigentümer entlang von öffentlichen Verkehrswegen dafür sorgen müssen, dass niemand durch Bäume geschädigt wird. Waldränder an öffentlichen Wegen müssten zwei Mal pro Jahr kontrolliert werden.

Bei den Wahlen wurden die bisherigen Ortsobleute einstimmig in ihren Ämtern für die kommenden fünf Jahre bestätigt: Heribert März und sein Stellvertreter Ludwig Zink für Pähl und Franz Brich und sein Stellvertreter Leo Jungwirth für Fischen.

Alfred Schubert

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