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Die Kuhnkes und ihre Kupfersammlung (v.l.) Siegfried Kuhnke mit Sohn Richard Kuhnke, Tochter Madlon von Kern und seiner Frau Evelyn Kuhnke. 

Zehn Jahre Kupfermuseum in Fischen

Der Glanz des Kupfers zieht besonders Italiener an

Fischen - Zehn Jahre gibt es das Kupfermuseum in Fischen. Vor allem Italiener zählen zu den Besuchern.

 Wer mit Siegfried Kuhnke durch sein Museum in Fischen spaziert, dem fällt gleich auf: Kuhnke hat nicht nur Kupferobjekte, sondern auch haufenweise amüsante Geschichten in seinem Repertoire. Kein Wunder, denn der 82-Jährige ist schon seit 50 Jahren im Kunsthandel aktiv. Er feierte mit seiner Familie jetzt das 10-jährige Bestehen des Kupfermuseums. Am 8. März 2006 fingen er und seine Frau Evelyn an, ihre private Sammlung in Fischen auszustellen.

Kessel, Kuchenformen,Vasen, Kupferstiche – 1500 verschiedene Gegenstände schmücken das Obergeschoss im denkmalgeschützten Gutshof in Fischen, manche von ihnen sind aus der Zeit zwischen 4500 und 2000 vor Christus. Seit einer Weile gibt es im Museum auch einen Bereich mit orientalischen Objekten, die aus Ländern wie Tibet, Ägypten oder Syrien stammen. Und in einer Vitrine schimmert sogar das Breitöpfchen aus Prinzessin Sisis Kindheit im Schloss Possenhofen.

Aber nicht alles glänzte in der Vergangenheit des Museums – da es kein staatliches ist, war es nicht immer leicht, es zu erhalten. Und finanzielle Unterstützung von verschiedenen Institutionen erhielt Kuhnke nur selten. „Das hat ihn trotzdem nicht davon abgehalten, weiter zu sammeln“, sagte Tochter Madlon von Kern, die ebenfalls wichtiger Bestandteil des Familienunternehmens ist. Kuhnke sei deshalb nicht unglücklich, es gebe genug Besucher, die seine Leidenschaft sehr schätzten. Die vergleichsweise geringen Besucherzahlen hätten sich im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Vor allem Italiener seien sehr interessiert. Nach der Winterpause hat das Museum seit 1. April wieder von Mittwoch bis Samstag von 10 bis 16 Uhr geöffnet und bietet auch Sonderführungen an. Im Spätsommer werden übrigens bronzene Mörser zu sehen sein. 

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