Messer-Mann ersticht Frau mitten auf der Straße - Täter auf der Flucht

Messer-Mann ersticht Frau mitten auf der Straße - Täter auf der Flucht
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Ein Großaufgebot an Rettungskräften  aus den Landkreisen Weilheim-Schongau und Starnberg  war am Freitagabend  an der Unfallstelle am Oberen Hirschberg  direkt an der Landkreisgrenze im Einsatz.

Drama auf der B2 bei Pähl

Zwei junge Schwestern gestorben: Zeuge schildert Unfallhergang

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Der Tod zweier junger Frauen  auf der B2  am Freitagabend beschäftigt die Menschen in der Region. Dabei wird auch Kritik an den schlechten Straßenverhältnissen laut.  

Weilheim/Pähl – Der schwere Verkehrsunfall, bei dem am Freitagabend auf der B 2 auf Höhe der Abzweigung nach Monatshausen zwei Schwestern aus Weilheim im Alter von 20 und 16 Jahren starben, war am Samstag das Gesprächsthema unter den jungen Weilheimern. Nicht nur weil viele den auffällig lackierten Kleinwagen kannten, den die ältere Schwester fuhr, die jüngere der beiden Frauen spielte vor einigen Jahren auch in einer Weilheimer Fußballmannschaft.

Winterglatte Fahrbahn

Wohin die türkischstämmigen Schwestern, die eine deutsche Staatsbürgerschaft haben, an diesem späten Freitagnachmittag wollten, als sie auf der B 2 Richtung Starnberg fuhren, blieb auch am Sonntag noch unklar. Als das Auto gegen 16.45 Uhr am Oberen Hirschberg zwischen der Abzweigung nach Kerschlach und der nach Monatshausen fuhr, war die Fahrbahn „winterglatt“, hatte Michael Zinkl von Polizei Weilheim schon in einer Pressemeldung am späten Freitagabend geschrieben.

„Es lag eine Schicht Schneematsch und es gab ausgefahrene Fahrspuren. Es hatte ein Grad“, konkretisierte Jürgen Feselmeier von der Polizei Weilheim am Sonntagnachmittag auf Nachfrage der Heimatzeitung die Situation. Ob und inwieweit die Straßenverhältnisse für den Unfall jedoch verantwortlich sind, soll ein Gutachten klären.

„Absolut entsetzt“ über Straßenzustand

Ein Ehepaar aus Starnberg, das rund eine Viertelstunde vor dem Unfall auf der Strecke Richtung Weilheim unterwegs war, schrieb dem „Starnberger Merkur“, dass es „absolut entsetzt“ gewesen sei, „in welch’ schlechtem Zustand die Straße war“. Ihm sei absolut nicht verständlich, warum dort nicht geräumt gewesen sei, heißt es in der E-Mail weiter.

Wie es zu dem Unfall kam, schilderte ein Zeuge des Geschehens der Polizei. Demnach kam der Wagen der Schwestern zunächst leicht nach rechts von der Fahrbahn ab und geriet unmittelbar danach auf die Gegenfahrbahn, wo gerade ein Kleintransporter fuhr. Dessen Fahrer hatte, wie er der Polizei gegenüber sagte, keine Möglichkeit mehr zu bremsen, so Michael Zinkl am Freitagabend.

Ersthelfer versuchten 20-Jährige zu retten

Die Wucht des Aufpralls war immens. Die 20-Jährige konnte von couragierten Ersthelfern aus dem total zerstörten Kleinwagen geborgen werden, trotz sofortiger Reanimation starb sie jedoch noch an der Unfallstelle. Die 16-Jährige war in dem Wrack eingeklemmt. Nachdem Kräfte der Feuerwehr sie daraus geborgen hatten, wurde sie ins Starnberger Krankenhaus gebracht, wo sie aber bald ihren schweren Verletzungen erlag. Die B 2 war nach dem Unfall bis gegen 21 Uhr gesperrt. Um diese Zeit konnten dann auch die letzten Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Pähl abrücken, die mit drei 23 Männern und Frauen in drei Fahrzeugen zu der Unfallstelle geeilt war.

Die Pähler waren Teil eines Großaufgebots von Rettern, zu dem neben der Polizei auch die Feuerwehren Tutzing und Traubing, zwei Notärzte, ein First Responder, mehrere Rettungswägen und zwei Rettungshubschrauber gehörten. Laut Pähls Feuerwehr-Kommandant Manfred Hafenmayer waren die Pähler Einsatzkräfte an der Bergung der schwer verletzten 16-Jährigen beteiligt, bei der Sicherstellung des Brandschutzes am Unfallort, beim Sperren der B 2 und beim großräumigen Umleiten des starken Freitagabend-Verkehrs über Tutzing sowie beim Ausleuchten der Unfallstelle für den Gutachter.

Die Pähler Feuerwehr, in deren Einsatzgebiet die Bundesstraße 2, aber auch die Umfahrung liegt, ist immer wieder mit tödlichen Unfällen konfrontiert. So starben 2013 zwei junge Frauen (21) und ein Pähler (49) bei einem Unfall am Fuß des Hirschbergs, eine dritte wurde schwerst verletzt. 2017 kamen zwei Motoradfahrer auf der Umfahrung Pähl/Wielnbach ums Leben.

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