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Die „Weilheim“ läuft in den Militärhafen von Augusta auf Sizilien (Italien) ein.

Minenjagdboot im Mittelmeer unterwegs

Patenschiff „Weilheim“ im Kampf gegen Schlepper

Weilheim/Valetta – Auf in den Kampf gegen Schlepper hat sich das Patenschiff „Weilheim“ an Heiligabend gemacht. Ihr Einsatz führt die Besatzung in das Mittelmeer:

Am Heiligen Abend begann für die rund 40-köpfige Besatzung der „Weilheim“, mit der die Stadt Weilheim seit Februar 1998 eine Patenschaft pflegt, ein neuer Einsatz im Mittelmeer. An diesem Tag ist das Minenjagdboot der Frankentalklasse, das zuletzt zwei Tage im Hafen von Valetta auf Malta war, ausgelaufen, um Teil eines Nato-Einsatzes zu sein. Das sagte ein Sprecher des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr auf Nachfrage der Heimatzeitung.

Die „Weilheim“ ist am 3. Dezember laut einer Mitteilung der Bundeswehr einem europäischen Marineverband für die „Operation Sophia“ unterstellt worden. Aufgabe des Verbands ist, Boote von Schleusern auf hoher See anzuhalten, zu durchsuchen, zu beschlagnahmen und umzuleiten. Damit soll das Schleusertum bekämpft werden, durch das schon viele Flüchtlinge ums Leben gekommen sind. Eine weitere Aufgabe der „Weilheim“ ist – unabhängig von dem Auftrag der „Operation Sophia“ –, Menschen aus Seenot zu retten. „Sophia“ heißt die Operation in Erinnerung an ein somalisches Mädchen, das am 24. August an Bord der Fregatte „Schleswig-Holstein“ zur Welt kam.

Das Minenjagdboot „Weilheim“, das vorher einem Nato-Minenabwehrverband unterstellt war, ist im Dezember im Hafen von Augusta in Italien für den neuen Einsatz ausgerüstet worden. Die „Weilheim“ ersetzt jetzt die Fregatte „Augsburg“, die einem multinationalen Verband zum Schutz des französischen Flugzeugträgers „Charles de Gaulle“ angehört, der zum Kampf gegen den IS in den Persischen Golf verlegt worden ist.

Weihnachten konnte die Besatzung auf der „Weilheim“ trotz des Auslaufens feiern, auch wenn sie am Abend schon auf hoher See war. „Meist wird auf Schiffen die Messe festlich geschmückt“, so der Sprecher. Unter dem Weihnachtsbaum lagen Geschenkpäckchen für die Mannschaft. Die Pakete werden von den Angehörigen der Seeleute in den Hafen geschickt, den das Boot als nächstes anläuft. Bei kleinen Schiffen funktioniere das sehr gut, weil diese nicht sehr lange auf See bleiben könnten. Wer also sein Weihnachtspäckchen rechtzeitig abgeschickt hat, könne sicher sein, dass es am Heiligen Abend ausgepackt wird – jedenfalls von den Empfängern, die gerade in der Messe sind. Die Soldaten, die Wache haben, müssen sich gedulden, bis ihre – meist sechs Stunden dauernde – Schicht vorbei ist. Auch ein besonderes gutes Essen ist an der Feiertagen üblich. „An Weihnachten gibt es meist Ente“, so der Sprecher. Silvester wird an Bord auch gefeiert, allerdings an die Situation angepasst. So wird kein Feuerwerk abgebrannt. Mit Sekt aufs neue Jahr anstoßen ist hingegen möglich – wobei der Sekt alkoholfrei ist.

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