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So sieht man Beifahrer selten: Auch dieser Traktor nahm an der Rundfahrt der rund 150 OIdtimer-Fahrzeuge durch Peißenberg teil. 

Festwoche in der Marktgemeinde

Oldtimer-Treffen in Peißenberg: Mit „Bär“ und „MB trac“ durch den Ort

„Eigentlich hatte wir nur mit 120 Teilnehmern gerechnet“, so der stellvertretende Vorsitzende der Peißenberger Landjugend Johannes Achleitner. Es wurden dann aber viel mehr als der Veranstalter erhofft hatte. Und so brachen am Samstag über 150 historische Fahrzeuge zur Rundfahrt durch den Ort auf.

Peißenberg – „Eigentlich hatte wir nur mit 120 Teilnehmern gerechnet“, so der stellvertretende Vorsitzende der Peißenberger Landjugend, Johannes Achleitner. Es wurden dann aber viel mehr als der Veranstalter erhofft hatte. Und so brachen am Samstag über 150 historische Fahrzeuge zur Rundfahrt durch den Ort auf.

Das bunte Spektrum umfasste altes Eisen aus rund einem Jahrhundert. Die Traktoren dominierten nicht nur zahlenmäßig, sondern auch mit ihren Rauchfahnen und markantem Nageln, bei dem man die einzelnen Zündungen der großvolumigen Motoren mitzählen konnte. Nur wenige Autos, wie ein „Opel Kadett“ von 1975, sowie einige Motorräder und Mopeds von „Zündapp“ und „Kreidler“ hatten sich unter die Ackerschlepper gemischt. Deren Spektrum reichte vom einfachen Dieselross bis zum riesigen „Schlüter“.

„100 Jahre Markt Peißenberg“: So feiert der Ort sein Jubiläum - Fotos

Auch seltene Exemplare wie der „Ursus“, ein Zwillingsbruder des „Lanz“-Bulldogs, waren zu sehen. Der aus einen polnischen Werk stammende „Bär“ brachte die Ästhetik eines Cabriolets und den Komfort einer Wohnzimmercouch auf den Acker. Und ein Faltverdeck für schlechtes Wetter hatte er natürlich auch.

Wie schnell die Zeit vergeht und sich die Technik wandelt, stellten einige ältere Besucher angesichts des „MB trac“ von 1983 fest. Die damals als herausragende Innovation gefeierte Zugmaschine mit ihren vier gleich großen Rädern gilt heute schon als Oldtimer.

Vom „Schlüter“ bis zum „Sendling“

Nicht das älteste Fahrzeug, aber der wahrscheinlich älteste Dieselmotor auf dem Festplatz war ein Einzylinder-Motor von „Schlüter“. Den Motor, der mit 100 bis 500 Umdrehungen pro Minute läuft und maximal 14 Pferdestärken leistet, hat der Mechatroniker Lorenz Diener aus Uffing auf ein Fahrgestell – „da stecken gut zehn Jahre Arbeit drin“ – montiert. Über einen Hydraulikantrieb mit zwei Vorwärts- und einem Rückwärtsgang bringt es das Gefährt auf sechs Stundenkilometer.

Kein Unikat, aber auch sehr selten ist der „Sendling“, mit dem Daniel Schellenberger von den „Bulldogfreunden Bayerischer Rigi“ gekommen war. Von dem „Sendling“ – der nach dem Münchner Stadtteil, in dem er gebaut wurde, benannt ist – sind nur noch vier Exemplare bekannt, die den original „Sendling“-Motor haben. Der Einzylinder mit seinen 1200 Kubikzentimetern Hubraum leistet 15 PS. Schellenberger: „Ich habe den Traktor von einem Enkel des Firmengründers erworben. Und mit ihm habe ich auch viele Dokumente der Firma bekommen, unter anderem ein Foto, das den Firmengründer zusammen mit König Ludwig III. zeigt.“ „

Kein Bullogexperte“ ist Michael Krabler von der „Gasoline Gang“, die vor einer Woche zu einem etwas anderen Oldtimer-Treffen auf das Tiefstollengelände eingeladen hatte (wir berichteten). Aber auch er schaut sich gerne andere alte Fahrzeuge an. Sein Sohn Kilian war schon mit einem Spielzeug-Traktor, der einen Oldtimer von 1956 darstellt, zum Festplatz gekommen.

Alfred Schubert

Noch mehr  über die Festtage in Peißenberg lesen Sie hier:  „Festtage der Superlative“: So gut gelaunt startet Peißenberg in die Festwoche

Auch in Hohenpeißenberg wurde kräftig gefeiert: „Grüne Sonne“ auf dem Hohen Peißenberg: Die besten Bilder vom Festival

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