Im Fokus: die Impfstoffe gegen Corona. (Symbolbild)
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Im Fokus: die Impfstoffe gegen Corona. (Symbolbild)

Demnächst sollen mobile Impfteams Pflegebedürftige zu Hause aufsuchen

300 Impfungen täglich, sechs Tage pro Woche

  • Sebastian Tauchnitz
    vonSebastian Tauchnitz
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Im Impfzentrum in Peißenberg herrscht Hochbetrieb. Tag für Tag, von Montag bis Samstag, werden hier 300 Impfungen durchgeführt, berichtet der Verwaltungsleiter des von den Johannitern betriebenen Impfzentrums, Christian Achmüller. Mittlerweile wird deutlich mehr Impfstoff geliefert als noch vor wenigen Wochen. „In dieser Woche sind uns 2800 Impfdosen angekündigt worden“, so Achmüller.

Landkreis - Rund 1800 davon werden im Impfzentrum verabreicht, der Rest geht an die mobilen Impfteams, die nach wie vor unterwegs im Landkreis sind. Sie sollen in nächster Zeit auch damit beginnen, Pflegebedürftige, die zu Hause gepflegt werden, dort zu impfen. „Das wurde möglich, weil der AstraZeneca-Impfstoff zwischenzeitlich auch für die Altersgruppe über 65 freigegeben wurde“, so Achmüller. Und AstraZeneca sei nach wie vor der einzige Impfstoff, der ohne aufwändige Kühlung transportiert werden könne.

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Etwas weniger als die Hälfte der 2800 in dieser Woche gelieferten Impfdosen werden laut Achmüller für Zweit-impfungen benötigt, der Rest wird für Erstimpfungen verwendet. Momentan würden die Lehrer, Grundschullehrer und Erzieher mit AstraZeneca geimpft, so der Verwaltungsleiter. Parallel dazu werden alle aus der Prioritätsgruppe 1 zu Impfterminen eingeladen. Nachdem die meisten mit schweren Vorerkrankungen, die älter als 80 Jahre sind, mittlerweile geimpft wurden, arbeite man sich nun Jahrgang für Jahrgang vor. „Derzeit sind wir bei allen, die 1937 geboren wurden. Wenn aus diesem Jahrgang alle, die wollen, geimpft sind, geht es mit Jahrgang 1938 weiter“, so Achmüller.

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Momentan hätten sich von den rund 135 000 Bewohnern des Landkreises Weilheim-Schongau rund 27 000 für die Impfung registriert. Entweder online über impfzentren.bayern/citizen oder telefonisch beim Impfzentrum unter 08803/4929700. Der Leiter des Impfzentrums wies im Gespräch mit der Heimatzeitung nochmals darauf hin, dass eine vorherige Registrierung unbedingt notwendig ist, wenn man geimpft werden möchte. Es sei schon jetzt auch für Angehörige späterer Prioritätsgruppen möglich und ratsam, sich zu registrieren.

Mittlerweile habe man auch die Besucherströme am Impfzentrum im Griff, so Achmüller. „Unsere Ansage, dass Besucher erst zehn Minuten vor dem vereinbarten Termin eingelassen werden, hat Wirkung gezeigt“, freute er sich.

Weniger Anlass zur Freude bietet derweil der geplante Ausbau der Impfkapazitäten im Landkreis. Wie berichtet, sollen ab April bis zu 1200 Impfdosen täglich geliefert und verimpft werden. Dazu wäre es aber nötig, große Außenstellen in Schongau und Penzberg einzurichten, so Achmüller. Die Vorbereitungen dafür sind weitgehend abgeschlossen, die Verträge können aber noch nicht geschlossen werden, weil die Landesregierung noch kein grünes Licht gegeben hat. Wie Landrätin Andrea Jochner-Weiß sagte, sollte die Zusage aus München bereits am Montagmittag erfolgen. Doch auch ein Termin mit Achmüller am Dienstagnachmittag musste abgesagt werden, weil immer noch keine Nachricht aus dem Gesundheitsministerium vorliegt. Dadurch entsteht langsam aber sicher ein erheblicher Zeitdruck, denn die Außenstellen müssen noch eingerichtet werden.

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