50-Jähriger hatte seine Tochter  (14) missbraucht

Vier Jahre Haft für Familienvater

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Ein Familienvater aus Peißenberg muss für viereinhalb Jahre ins Gefängnis. Der 50-Jährige hatte vergangenes Jahr seine Tochter (14) sexuell missbraucht – bis das Mädchen zur Oma flüchtete und sich offenbarte.

Peißenberg Vorsitzende Richterin Regina Holstein ließ in ihrem Urteil kein gutes Haar an dem 50-Jährigen. Nachdem er von seiner Frau quasi vor die Tür gesetzt worden war, habe er sich nicht getraut, eine von ihm heiß begehrte Frau um ein Date zu bitten. „Statt dessen befriedigte er seine sexuelle Notdurft bei seiner Tochter“, sagte die Richterin.

Das könne man nicht mit einer Vater-Tochter-Beziehung erklären. Kinder würden bedingungslos ihre Eltern lieben. Das habe auch die 14-Jährige getan. „Sie wollte, dass er glücklich ist und sich nichts antut, deshalb wollte sie ihm sogar noch eine Freundin suchen, nachdem die Ehe kaputt war“, führte Holstein weiter fort. Die Richterin beschrieb das Mädchen als einzige starke und vernünftige Person in der Familie. Sie versorgte die Tiere, die ihre Mutter zuhauf anschleppte. Sie verdiente auf dem Flohmarkt mit dem Verkauf ihrer geliebten Spielzeug-Tiere das Geld für das Futter.

Gleichzeitig wurde sie vom Vater als Spielzeug missbraucht. Sie musste High heels tragen und für den Vater als Ersatz-Geliebte herhalten. Andernfalls drohte der 50-Jährige, ihren geliebten Hund rauszuwerfen, gegen den Baum zu fahren oder die Familie umzubringen. „Man wundert sich, was hinter deutschen Fenstern und Türen abläuft“, bemerkte die Richterin in der Urteilsbegründung. Das Mädchen habe die Übergriffe gut verkraftet, fuhr Holstein fort. Wichtig sei es nun, dass nicht sie die Schuld für den Zerfall der Familie und den inhaftierten Vater bei sich suche. Das sei allein die Schuld des Vaters.

In der Großmutter, so die Richterin weiter, habe die Schülerin eine neue Vertrauensperson gefunden. Sie helfe ihrer Enkelin zum Beispiel bei der Erkenntnis, dass man auch hohe Schuhe tragen könne, ohne gleich Begehrlichkeiten zu wecken. „Denn das macht Fraulichkeit schön“, schloss die Richterin ihr Urteil.

Rubriklistenbild: © dpa

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