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Lukas Dreher fährt gerne Kanu. Als Abschlussarbeit hat er sich ein Boot nach seinen Vorstellungen gebaut.

Abschlussarbeiten vorgestellt

Vom leichten Kanu bis zum Ballkleid - die Montessori-Schüler kriegen‘s hin

Als erfinderisch und geschickt haben sich die Achtklässler der Montessori-Schule Peißenberg erwiesen. Sie stellten in der Tiefstollenhalle ihre Abschlussarbeiten vor.

Peißenberg – Zu eng geworden ist es der Montessori-Schule in den eigenen Räumen. Deshalb zog sie für die Präsentation der Abschlussarbeiten in die Tiefstollenhalle um. Dort stellten am Mittwoch die 39 Schüler und Schülerinnen der achten Jahrgangsstufe ihre Werke aus – und den Besuchern vor. Die Präsentation ist Teil des Abschlusses, der auch eine Dokumentation der Anfertigung des Werkstücks umfasst. Einige der Arbeiten beeindruckten schon allein durch ihre Größe, etwa ein Hühnerstall, für dessen Transport ein Autoanhänger nötig war, oder ein Einbaum, der nur von zwei kräftigen Männern angehoben werden kann.

Leichter machte es sich Lukas Dreher – was das Gewicht anbelangt. Sein Kanu, in dem zwei Personen Platz finden, wiegt nur geschätzte zehn Kilogramm. Das 4,50 Meter lange Boot, das er aus sechs Millimeter starkem Sperrholz und Leisten gebaut hat, kann er zum Transport selbst aufs Autodach heben. Mit der wasserfesten Verleimung und dem vierfachen Klarlack-Anstrich ist das Kanu, das für den Eigenbedarf ist, seetauglich. Bootsbauer will der 14-Jährige aus Tutzing zwar nicht werden, bei der Schreinerei will er aber bleiben.

Auch Fabienne Bischoff hat etwas für sich geschaffen. Die Schülerin aus Murnau will das Ballkleid, das sie in 40 Stunden geschneidert hat, selbst tragen. „Ich wollte schon immer mein eigenes Ballkleid haben“, sagte sie.

Damit das Essen bei Großveranstaltungen nicht kalt wird, hat die Weilheimerin Antonia Schalk ein elektro-mechanisches Ausgabesystem für Wertmarken gebaut. Mit diesem können sich die Besucher die Marken selbst nehmen. Deren Wert wird auf eine Kasse übertragen, die die Quittung ausdruckt. Das reduziert die Arbeit des Kassiers und die Länge der Warteschlange – die Gäste bekommen schneller ihr Essen. Schalk: „Die Arbeit hat Spaß gemacht - und ich bin stolz, dass ich es geschafft habe.“

Die Alternative zur Drohne hat Toni Geiselbrechtinger aus Wielenbach konstruiert: eine Seilkamera. Auf einem Seil, das über eine Entfernung von bis zu 100 Metern gespannt werden kann, fährt eine ferngesteuerte Kamera und ist so die ideale Ergänzung für Kamerafahrten mit einem Kamerawagen, wie ihn Tim Dorsch gebaut hat.

Alfred Schubert

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