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Mit seinem Liegerad überzeugte Laurin Aebersold Jury und Besucher. 

Abschlussarbeiten der Montessorischule

Wenn der Kühlschrank zum Computer wird

Es war eine der letzten Veranstaltungen, bevor wegen des Coronavirus’ alle weiteren abgesagt wurden. Die Abschlussarbeiten der 8. Klasse der Peißenberger Montessorischule wurden in der Tiefstollenhalle gezeigt. Die Werkstücke der 28 Schüler im Alter von 13 bis 15 Jahren spiegelten einen Querschnitt ihrer Kreativität wider.

Peißenberg – Seit Bestehen der Schule wird auch eine Werksarbeit von den Schülern verlangt. Diese wird nach rund viermonatiger Ausarbeitung einer Jury, bestehend aus Vertretern der Wirtschaft, des Elternbeirats, Lehrern, Schülern der 9. und 10. Klasse und Vertretern des Vorstands vorgeführt. Ein rund fünfminütiger Vortrag gehört ebenso dazu wie die Präsentation des Werkstücks.

Der Phantasie waren keine Grenzen gesetzt

Der Phantasie für die Erstellung des Werkstücks waren keine Grenze gesetzt, wie Lehrerin Katharina Hänel erklärte. Im Oktober vergangenen Jahres bekamen die Schüler den Auftrag „Sucht euch ein Thema aus, baut dazu ein Werkstück, schreibe darüber die Theorie und teile der Jury mit, wie die Arbeit entstanden ist“. Den Jugendlichen wurde noch empfohlen, sich für die Erstellung der Arbeit einen Mentor ihrer zu suchen, das war bei Paula Schaberl (15) ihre Kunstlehrerin, aber der Mentor musste nicht zwangsläufig ein Lehrer sein.

Paula zeichnet und malt gern und liebt Pferde. Diese Kombination floss in ihre Arbeit ein. An Paulas Stand sah man schön gestaltete Pferdebilder, angefertigt in verschiedenen Maltechniken. Aquarelle waren darunter, Bleistiftzeichnungen, Wasserfarben, aber auch aufwändige Techniken wie Monotypie und Hinterglasmalerei. „Ich habe neue Sachen ausprobiert“, sagte Paula, immer noch begeistert über das Projekt.

Genauso engagiert und stolz präsentierte Laurin Aebersold (13) sein Werkstück. Er hat ein funktionsfähiges, zweispuriges Liegerad konstruiert. Laurin fährt gerne Fahrrad, und so kam ihm die Idee dazu. Sein Onkel, ein gelernter Schlosser, war sein Mentor, Werkzeug fand er bei seinem Vater. „Ich habe alles selber geschweißt und geflext“, sagte Laurin stolz.

Mehr als nur ein Kühlschrank

Ein wenig futuristisch sah das Werkstück von Josia Hummig (15) aus – aber erst auf den zweiten Blick. Da stand einfach „nur“ ein Kühlschrank. „Er ist Baujahr 1951 und gehörte meinem Onkel“, sagte Josia. Der Schüler baute das Innenleben des Kühlschranks aus und einen kompletten Computer ein. Es blinkte wild, als er die große Tür öffnete und man die einzelnen Bauteile des Computers sehen konnte. Und im Gefrierfach fand sich ein Lager an Dosen und Erdnüssen. Man muss schließlich gut verpflegt sein, will man an Computer arbeiten.  

Regina Wahl-Geiger

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