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Ausgezeichnet: Diese Schüler dürfen zurecht stolz auf ihre Leistungen sein.

Abschlussfeier Realschule Peißenberg

Gelungener Einstand für neuen Rektor

Das viele Pauken hat sich gelohnt – zumindest für 92 von 97 Zehntklässlern der Peißenberger Realschule. Sie haben den Realschulabschluss in der Tasche. Bei einer stimmungsvollen Entlassfeier in der Tiefstollenhalle wurden sie offiziell verabschiedet.

Peißenberg – Für Lehrer, Elternbeiratsvertreter und etliche Ehrengäste stellt sich bei Schulabschlussfeiern immer wieder die gleiche Frage: Was soll man sagen? Welche Botschaft soll man den Jugendlichen in der Ansprache vermitteln?

Rektor Armin Thefeld ging die Sache pragmatisch an: „Es geht heute nicht ums Reden. Es ist Euer Tag“, ließ er die Absolventen wissen. Natürlich wurde dann doch geredet, allerdings angenehm kurz. Thefeld sprach bezüglich der Abschlüsse von einer „Gemeinschaftsleistung“, an der Lehrer, Eltern und nicht zuletzt auch der Landkreis als Sachaufwandsträger der Realschule mitgewirkt hätten.

Den Löwenanteil am Erfolg hätten aber natürlich die Absolventen selbst geleistet: „Das Lernen konnte keiner für Euch übernehmen“, so Thefeld. An der Realschule sei aber nicht nur fachliches Wissen vermittelt worden, sondern auch die Fähigkeit, Probleme zu lösen, wenn etwas nicht nach Wunsch verläuft. Während ihrer Schullaufbahn hätten die Absolventen ausreichend Gelegenheit gehabt, diesen Ernstfall zu „üben“: „Das ist ein Luxus, den viele Jugendliche in anderen Teilen der Welt nicht haben“, sagte Thefeld. Um die Zukunft seiner – ehemaligen – Schützlinge ist dem Rektor nicht bange: „Das Abschlusszeugnis ist eine Bestätigung dafür, dass Ihr da draußen alleine zurechtkommt.“ Nach den Grußworten der Landrätin Andrea Jochner-Weiß und der Elternbeiratsvorsitzenden, Nelly Völkle, wurde es am Mikrofon richtig unterhaltsam. Lara Mayrginther und Tina Forster hielten eine kesse Schülerrede – von Lampenfieber keine Spur.

Forster erzählte davon, dass sie „immer noch traumatisiert“ sei vom Bruchrechnen in der siebten Klasse: „Alles, was uns damals am Leben hielt, war, ,Stadt-Land-Fluss‘ zu spielen.“ Interessant auch die Ausführungen zu den beliebten „Karikaturenwettbewerben über den Hasslehrer“: „Ja, auch so etwas gibt es“, verkündete Mayrginther.

Doch alles in allem, das war bei der Abschlussfeier deutlich zu spüren, stimmte die Chemie zwischen Lehrern und Schülern. Bei der Zeugnisvergabe berichteten die Klassleiter schmunzelnd über den Schabernack, den ihre Schützlinge getrieben haben.

Da war vom Prüfungskalender die Rede, der als Dartscheibe zweckentfremdet wurde, von einem Heizkörper, der wie von Geisterhand von der Wand fiel, und von den vielen Negativrekorden der 10 c bei Stehgreifaufgaben. Auch über den Berufswunsch einer Schülerin aus der 10 a wurde berichtet: „Ich heirate mal gut.“ Die Entlassfeier war letztlich auch eine Premiere für den neuen Schulleiter.

„Der Abschluss ist nur ein kleines Tröpfchen“, bilanzierte Thefeld auf Nachfrage der Heimatzeitung sein erstes Jahr an der Peißenberger Realschule: „Wir haben ganz viele Baustellen. Und ein neues Team muss sich auch erst einmal finden.“

Ob Thefeld mit den schulischen Leistungen des Abschluss-Jahrgangs 2018 zufrieden war? „Nein, weil nicht alle Schüler bestanden haben. Und ,Ja‘, weil viele gut bestanden haben, die man schlechter eingestuft hatte.“ Viele hätten gekämpft. Von Bernhard Jepsen

Die Besten

Im Rahmen der Abschlussfeier der Realschule in Peißenberg wurden – so ist es Tradition – die besten Schüler des Jahrgangs auf der Bühne ausgezeichnet. Sie durften sich neben dem Applaus der Anwesenden auch über einen Gutschein freuen. Hervorragende Leistungen erzielten – nicht nur in den Prüfungen, sondern auch schon vorher – folgende Zehntklässler aus der Realschule:

Sina Boujdaa (1,45), Alexander Brecht (1,55), Luca Schewe (1,55), Pia Schuhmacher (1,67), Julia Hutterer (1,82), Sarah Krüger (1,82), Jasmin Dusel (1,91), Anna Eder (1,91), Lara Mayrginther (1,91), Melissa Meissner (1,91), Anja Müller (1,91), Jakob Vatter (1,91) und Zoe Weinmar (1,91).

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