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Der Vorstand mit Ausschussmitgliedern der Alpenvereins-Sektion Peißenberg. 

Alpenverein Peißenberg

Arbeiten an Kletterhalle und Hörnle-Hütte

Peißenberg - Der Alpenverein will kräftig investieren. Das sagte Vorsitzender Manfred Beier, der bei der Hauptversammlung  im Amt bestätigt wurde.

Das Ziel, „die 4000er-Marke zu knacken“, hat die Peißenberger Alpenvereins-Sektion laut Manfred Beier nicht geschafft. „Aber wir arbeiten dran“, so der Vorsitzende zu den 77 Mitgliedern, die am Freitag zur Hauptversammlung ins Alpenvereinsheim gekommen waren. Die Sektion verzeichnete zum Jahresende 2015 einen Mitgliederstand von 3957. Davon sind 985 in der Wintersportabteilung.

Um neue Mitglieder zu bekommen, will die Sektion die Kletterhalle, die an ihre Kapazitätsgrenze stößt, erweitern. Der Plan des Vorstands, die Möglichkeit eines Erweiterungsbaus zu prüfen, fand die Zustimmung der Versammlung. Durch die Auslagerung des Eingangsbereichs und der Theke in einen Anbau könnte in der Halle laut Beier „Platz für sechs bis zehn neue Routen“ geschaffen werden. Vorher sollen noch die vorhandenen Kletterwände durch eine Neuinstallation, die 64 000 Euro kostet, ersetzt werden.

Es gibt nämlich ein Problem: Haarrisse in den 20 Jahre alten Elementen. Eine Reparatur kommt laut Beier nicht wesentlich billiger und hätte den Nachteil, dass es danach keine Hersteller-Garantie auf die Gesamtanlage gebe. Für den Umbau muss die Halle voraussichtlich im August geschlossen werden.

Ebenfalls geschlossen werden muss heuer die Vereinshütte auf dem Hörnle. Dort ist der Einbau der oberen Isolierung und die Erneuerung des Daches fällig. Die Arbeiten, deren Kosten mit 20 000 Euro veranschlagt sind, werden laut Beier etwa vier bis sechs Wochen dauern.

Um die Verwaltung für den Verein zu erleichtern, wurde zudem eingeführt, dass sich neue Mitglieder im Internet anmelden können. So erhalten sie sofort einen provisorischen Mitgliedsausweis – in Form einer PDF-Datei zum Ausdrucken. Dieser ist einen Monat lang gültig. In dieser Zeit werden die Angaben geprüft und der Ausweis ausgestellt und dem neuen Mitglied zugeschickt. Laut Beier haben sich in den ersten drei Wochen bereits 18 Mitglieder online angemeldet.

Zur Arbeitserleichterung und Kosteneinsparung werden Einladungen künftig ebenfalls online – per Mail – verschickt. Dies ist in der neuen Satzung enthalten, die einstimmig beschlossen wurde. Es handelt sich dabei um die aktuelle Mustersatzung des Deutschen Alpenvereins, die alle notwendigen Formulierungen für den Erhalt der Gemeinnützigkeit der Sektion enthält.

Gegen drei Stimmen bei sieben Enthaltungen wurden auch neue Beiträge beschlossen, die ab 2017 gültig sind. Der Vollbeitrag, der ermäßigte Beitrag und der Beitrag für die C-Mitgliedschaft steigen um jeweils zwei Euro auf 56, 34 und 20 Euro. Der Beitrag für Kinder und Jugendliche bleibt mit 18 Euro gleich. Die Aufnahmegebühren steigen für Erwachsene von fünf auf zehn Euro, für Kinder von zwei auf fünf Euro. Die Verwaltungsgebühr steigt von zwei auf fünf Euro.

Die anschließenden Vorstandswahlen brachten eine Veränderung. Nachdem der Kassier Dr. Stefan Dittrich nicht mehr kandidierte, wurde Michaela Schmid in dieses Amt gewählt. Wiedergewählt wurden der Vorsitzende Manfred Beier und seine beiden Stellvertreter Michael Heppenheimer und Lorenz Sailer, die Schriftführerin Gabi Muhs und der Jugendvertreter Andreas Reichert.

Weitere Posten

Im Ausschuss der Sektion sind Stephan Groksa (AV-Heimleiter), Helga Lotter und Hubert Gottmann (Hüttenreferenten), Stefan Guggenmos (Alpinlehrwesen), Herbert Fischhaber jun. (Kletterhalle), Harry Gref (Sportklettern), Dieter Guentner (Tourenwart), Frank Mattukat (Familienbergsteigen), Hans Fischer und Otto May (Seniorenvertreter), Manfred Schülke (Naturschutz), Edith Staltmayer (Veranstaltungen), Hans Fischer (Bergsteigerchor), Gerhard Holdenried (Gerätewart), Ronny Bauer und Peter Mayer (Wegewarte), Tobias Neuner (Skilehrwesen), Thomas Staltmaier (Ski-Sportwart), Ludwig Eggersdorfer (Vertreter der Ortsgruppe Hohenpeißenberg), Ernst Klement und Karl-Heinz Weber (Kassenprüfer), Georg Ernst, Xari Schwarz und Andi Reichert (Ehrenrat).

Alfred Schubert

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