Auf der Alten Bergehalde ist laut Entwurfsplanung einiges vorgesehen.

Bebauungsplan

Peißenberg: Neue Angebote auf Alter Bergehalde

  • Bernhard Jepsen
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In Peißenberg ist das Freizeit- und Erholungsgelände auf der Alten Bergehalde offiziell auf den Weg gebracht. Der Marktrat beschloss die Aufstellung eines Bebauungsplans. Voraussichtlich ab Frühjahr 2021 sollen die ersten Projekte umgesetzt werden.

Peißenberg– Nachdem die von den Behörden geforderte artenschutzrechtliche Prüfung Anfang Februar im Rathaus eingetrudelt war, konnte der Marktrat in puncto „Neugestaltung der Alten Bergehalde“ nun endlich in die Vollen gehen. Das Gremium billigte die vorgelegte Entwurfsplanung für das in der Bergwerkszeit künstlich aufgeschüttete Areal und beauftragte die Gemeindeverwaltung, in das Verfahren für die Aufstellung eines Bebauungsplans einzusteigen.

Zwei Zonen

Konzeptionell wurde das Plangebiet in zwei Zonen aufgeteilt – und zwar in Bereiche mit den Zielsetzungen „Freizeitnutzung“ beziehungsweise „Natur“. Die ökologisch wertvollen Waldflächen sollen zum Beispiel erhalten bleiben. Detaillierte Standortvorgaben sind im Bebauungsplanentwurf noch nicht eingezeichnet. Allerdings gibt es bereits eine grobe Skizzierung, wo die Nutzungsideen untergebracht werden sollen: Demnach soll im nördlichen Abschnitt der Alten Bergehalde, der sogenannten mittleren Ebene, ein Fitnessparcours für Senioren und eine Bouleanlage entstehen. Auch ein „Soccer-Käfig“ ist angedacht. Die „AlpenOffroader“ bleiben nach der Entwurfsplanung an ihrem angestammten Platz. Allerdings muss der Verein seine Rennbahn instandsetzen und in Betrieb nehmen, sonst drohen Konsequenzen: „Wenn nichts passiert, dann wird der Pachtvertrag von der Gemeinde gekündigt“, erklärte Bürgermeisterin Manuela Vanni (Peißenberger Liste) im Marktrat.

BMX-Bahn soll erweitert werden

Ebenfalls berücksichtigt im Entwurfskonzept ist die vom Motorsportclub Peißenberg beabsichtigte Erweiterung der BMX-Bahn sowie die Errichtung eines Trial-Übungsparcours, der zwischen südlichem Waldsaum der Bergehalde und dem Parkplatz am Verkehrsübungsplatz errichtet werden soll. Und dann ist natürlich auch noch der viel diskutierte „Pumptrack“ in den Planungen integriert. Die Bahn soll zwischen Verkehrsübungsplatz und Bolzwiese entstehen. Das Projekt wurde von der „Peißenberger Liste“ vorgeschlagen und wird vom MC nachdrücklich befürwortet. Außer einer Absichtserklärung hat der Marktrat diesbezüglich aber noch nichts beschlossen. Konkrete Planungen gibt es noch nicht.

„Pumptrack“ wird geprüft

Die Verwaltung prüft derzeit, ob der „Pumptrack“ bautechnisch möglich ist und inwieweit dafür Fördergelder abgegriffen werden können. Als Kosten sind 100 000 Euro netto im Gespräch. Die Gemeinde versucht, das Projekt in die Städtebauförderung zu ziehen. Laut Bürgermeisterin Vanni sind auch Zuschussmittel aus dem EU-Leaderprogramm denkbar. Ob der „Pumptruck“ tatsächlich gebaut werde, so Vanni, müsse zu gegebener Zeit der Gemeinderat entscheiden.

Wegebau hat Priorität

Klar ist, dass die Entwicklung des Freizeit- und Erholungsgeländes allein schon aus finanziellen Gründen nur Stück für Stück erfolgen kann. Priorität soll laut Vanni zunächst der Wegebau haben. Im Fokus liegt dabei vor allem die Verbindung von der Bücherei respektive dem Bahnhof zur mittleren Ebene. An der nördlichen Böschung soll dafür ein behindertengerechter Serpentinenweg angelegt werden. Die Verbindung soll sich auch optisch zeigen und die durch den Baumbestand bestehende Geländetrennung geöffnet werden. Dr. Klaus Geldsetzer sprach sich in der Ratsdebatte hingegen für eine Abgrenzung der Parkfläche und den „Erhalt des Naturerlebnisses“ zwischen Bücherei und mittlerer Ebene aus. Das SPD-Fraktionsmitglied votierte als einziger Marktrat gegen die Billigung der vorgelegten Entwurfsplanung.

Lesen Sie auch: Peißenberg: „Pumptrack“ nimmt erste Hürde.

Ebenfalls interessant: Peißenberg: Auf Alter Bergehalde fallen die Bäume.

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