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Viel Staub aufgewirbelt hat der Bagger, der in den verg angenen Tagen das ehemalige Mesnerhaus an der Hauptstraße in Peißenberg abgerissen hat. 

An der Hauptstraße in Peißenberg

Altes Mesnerhaus muss weichen

Peißenberg Im 18. Jahrhundert wurde das Mesnerhaus gebaut, das an der Hauptstraße in Peißenberg hinter der St. Johann Kirche steht. Später wurde das Gebäude, in dem früher der Mesner lebte, der die Kirche betreute, umgebaut. In den letzten Jahren war das Haus vermietetet und stand nun leer. Inzwischen ist das ehemalige Mesnergebäude in der Marktgemeinde Geschichte, denn es wurde vor kurzem abgerissen.

Das Gebäude, das der katholischen Kirche gehörte, war in schlechtem Zustand. „Die Bausubstanz war so schlecht, dass eine Renovierung nicht mehr rentabel war“, sagt der Peißenberger Pfarrer Georg Fetsch. Da habe sich die Kirche dazu entschlossen, das Haus abreißen zu lassen. Anstelle des ehemaligen Mesnerhauses soll eine Grünfläche entstehen.

Dr. Christoph Pöppinghaus, der bereits das „Zementerhaus“ an der Peißenberger Hauptstraße bewirtschaftet, hatte sich für das alte Gebäude interessiert. „Wir hätten es hergerichtet und vermietet“, sagt er. Der Unternehmer kauft und verwaltet Gebäude – auch wenn diese renovierungsbedürftig sind. Er habe bei der Kirche angefragt, ob er auch das alte Mesnerhaus hinter der St. Johann Kirche kaufen und sanieren können, doch es habe keiner auf seine Anfrage reagiert.

Das bestätigt Pfarrer Fetsch: „Ein Verkauf ist nicht zur Debatte gestanden“, sagt Fetsch. Der Hauptgrund für diese Entscheidung liege in der Nähe zur Kirche. Die Möglichkeit, die Fläche selber nutzen zu können, habe die Kirche nicht aus der Hand geben wollen. „Die Fläche soll weiterhin kirchlich genutzt werden können“, sagt Fetsch. 

Kathrin Hauser

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