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In Aktion waren gestern Bauhofmitarbeiter am Hang hoch zum Festplatz auf der Neuen Bergeh alde.  

Am Moosleiten-Parkplatz in Peißenberg

50 kranke Eschen müssen fallen

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Der Peißenberger Bauhof ist zu einem Notfalleinsatz an den hinteren Moosleiten-Parkplatz ausgerückt: Im Gemeindewald hoch zum Festplatz müssen viele Eschen gefällt werden - aus Sicherheitsgründen.

Peißenberg – Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Weilheim begründete dies  am Montag mit der Verkehrssicherheit. Diese könne wegen des grassierenden Eschentriebsterbens, einer Pilzerkrankung der Esche, nicht mehr gewährleistet werden, teilte das Amt mit.

Hinter der Baum-Krankheit verbirgt sich ein Problem, das immer drängender wird. 2008 wurde das Eschentriebsterben laut Amt erstmals für Bayern nachgewiesen. Es trifft vor allem jüngere Eschen, aber ebenso ältere Exemplare. Mittlerweile hat sich die Situation verschlimmert, auch im Landkreis. „Das ist schon dramatisch“, sagt Försterin Silvia Thien, beim AELF für Peißenberg zuständig. „Die Krankheit hat sich verschärft.“ Viele Eschen sind mittlerweile zusätzlich von Wurzelfäule-Erregern befallen. Diese gefährden Stabilität und Standsicherheit der Bäume. Das Amt macht regelmäßig Begehungen von kommunalen Grundstücken, um zu schauen, ob öffentliche Wege und Straßen gefährdet sind. Im Januar war man im Gemeindewald am Moosleiten-Parkplatz. Ergebnis: „Zum Schutz der Bevölkerung müssen die erkrankten Bäume entnommen werden“, heißt es vom AELF. Laut Försterin Thien werden um die 50 Bäume gefällt.

Seit vergangenem Donnerstag ist der Bauhof mit fünf Mann angerückt. „Das ist eine größere Maßnahme“, sagt Leiter Roman Bals. Bislang wurden im Ort vereinzelt kranke Bäume „nach Bedarf rausgezogen“. Je nach Wetter sollen die Arbeiten bis nächste Woche abgeschlossen sein. Laut Bals ist vorerst keine Ersatzbepflanzung vorgesehen. Vielmehr soll der Bestand genutzt werden. „Es ist eine Naturverjüngung vorhanden“, erklärt Försterin Thien – man wolle deshalb schauen, ob eine Pflanzung nötig sei.

Gerade Kommunen lassen laut Thien an ihren Straßen und Wegen Eschen wachsen, deshalb sei das Thema dort aktuell. Wie berichtet, muss auch die Gemeinde Bernried jetzt 25 kranke Eschen in einem Landschaftsschutzgebiet entfernen, weitere 22 Bäume sollen bei Seeseiten fallen.

Die Bayerische Forstverwaltung will private Waldbesitzer sensibilisieren: Innerhalb eines Waldbestands, abseits von Straßen und öffentlichen Plätzen, dürfen absterbende oder tote Bäume stehen gelassen werden, heißt es vom Landwirtschaftsamt. „Diese sind ein wichtiger Beitrag für den Naturschutz.“

Weitere Infos

zum Thema: www.eschentriebsterben.org.

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