Die Bayernatlas-Karte zeigt, wo sich die Unfallstelle befindet.

Ammer in Peißenberg

Asylbewerber stirbt nach Badeunfall

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Peißenberg  - Zu einem tragischen Badeunfall kam es am Samstagnachmittag an der Ammer in Peißenberg. Ein Asylbewerber aus Nigeria (27) kam dabei ums Leben.

Der Rettungshubschrauber landete direkt am Ammerdamm,  um den jungen Mann aufzunehmen. 

Eine Gruppe junger Asylbewerber hielt sich laut Hans Gabler von der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd in Rosenheim gegen 15 Uhr an dem Amnmerhöfer Wehr, auch PKG-Wehr genannt, im Ortsteil Wörth nahe der  B 472 auf, einem beliebten Treffpunkt an der Ammer. Der 27-Jährige, der in einer Unterkunft in Peißenberg lebte, geriet laut Präsidiumssprecher Stefan Sonntag aus bisher ungeklärter Ursache beim Baden in Schwierigkeiten und ging unter. Der junge Mann wurde vom Wasser der Ammer mitgerissen, seine Bekannten und weitere Helfer konnten ihn etwa 300 Meter flussabwärts leblos aus dem Wasser ziehen. Die Ersthelfer begannen bis zum Eintreffen des Notarztes sofort mit Wiederbelebungsversuchen, der 27-Jährige kam mit einem Rettungshubschrauber ins Klinikum nach Garmisch-Partenkirchen, wo er starb.

Ob bei dem Badeunfall gesundheitliche Probleme eine Rolle spielten und der junge Mann überhaupt schwimmen konnte, ist unklar. Das könne erst nach einer Obduktion gesagt werden, sagte Gabler. Ob diese vorgenommen werde, sei jedoch ungewiss.

Vor Ort im Einsatz waren neben dem BRK und dem Notarzt auch 17 Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Peißenberg. Der Einsatz dauerte etwa eineinhalb Stunden, sagte Kommandant Michael Schleich. Unter den Helfern, die den Nigerianer aus dem Wasser gezogen hatten, sagte Schleich, seien auch Kajakfahrer gewesen.

Das Wehr in Peißenberg gilt als tückisch. Im Juli 2015 ist dort eine 75-jährige Böbingerin fast ums Leben gekommen. Als sie übers Wehr rutschte, geriet sie unter Wasser – dank eines aufmerksamen Badegasts, der die Ertrinkende rettete, überlebte sie (wir berichteten).

Der junge Nigerianer ist der zweite Badetote unter den Asylbewerbern im Landkreis Weilheim-Schongau. Im vergangenen Juni verunglückte im Haslacher See bei Bernbeuren ein 21-jähriger Eritreer tödlich. Dieser war, obwohl er nicht gut schwimmen konnte, mit einem Surfbrett auf den See hinausgepaddelt. Etwa 30 Meter vom Ufer entfernt fiel er ins Wasser und ging unter. Der junge Mann konnte von den Rettungskräften Tage später nur noch tot geborgen werden.

Am 21. Mai dieses Jahres ertrank laut Polizei schon ein 18-jähriger Asylbewerber aus Afghanistan in einem Badesee im Landkreis Traunstein. Anfang Mai kam ein 17-jähriger Afghane in einem See im Landkreis Rosenheim ums Leben.

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