Bald ist sie die Chefin: Susanne Coldwell vor der Peißenberger Josef-Zerhoch-Mittelschule. 

Josef-Zerhoch-Mittelschule Peißenberg

Susanne Coldwell übernimmt das Ruder

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Ja, sie macht’s. Susanne Coldwell wird  Rektorin der Josef-Zerhoch-Mittelschule in Peißenberg. Damit tritt sie die Nachfolge von Hans Socher an. Der leitete die Schule seit 2009 und geht im Juli in den den Ruhestand.

Peißenberg – Für die Mittelschule bedeutet das, dass jemand das Ruder übernimmt, der das Haus bestens kennt. Coldwell kam vor 25 Jahren als Lehrerin an die Mittelschule, seit 2011 ist sie Konrektorin. „Es ist ein super funktionierendes Schulhaus“, sagt die 57-Jährige, die sich im Dezember für die Rektorenstelle beworben hatte. „Ich möchte nicht alles auf den Kopf stellen.“

Bisher kümmert sie sich um das aktuelle Tagesgeschehen – macht Vertretungspläne, plant Prüfungen, hat einen Blick auf Berufsorientierung und Praktika der Schüler. Kurzum: Sie ist die „Feuerwehr, die immer da ist“. Ab 1. August wird sie als Rektorin eine gehörige Verantwortung zu tragen haben. „Da braucht man ein breites Kreuz“, weiß sie. Denn dann dreht sich ihr Job unter anderem um langfristige Planungen, Schulpolitik, Repräsentation der Mittelschule und den Kontakt zum Schulamt. Dann muss sie wichtige Entscheidungen treffen.

Aber sie will auch weiter unterrichten – Englisch und Mathe. Natürlich bleibt dafür künftig weniger Zeit – aber sich komplett in die Verwaltung zurückziehen, keine Lehrerin mehr sein? Das ist nichts für Coldwell. „Es ist mir wichtig, dass ich meine Kinder kenne.“

Sie sieht zuversichtlich in die Zukunft. Allein schon wegen der Kollegen, die sie bereits gut kennt. „Wenn man so ein Team hat, tritt man ein solches Amt ganz anders an“, sagt Coldwell. Sie freut sich auf die weitere Zusammenarbeit mit den rund 50 Lehrern. Und auch über die drei Sekretärinnen spricht sie nur lobende Worte: „Sie arbeiten super zusammen.“ Hausmeister Stefan Rießenberger sei zudem „ein Traum, er denkt mit, kümmert sich“.

Optimistisch stimmen sie auch die vergangenen Jahre als Konrektorin, in denen sie eng mit Schulleiter Hans Socher gearbeitet hat. „Die Linie hat einfach gepasst“, sagt Coldwell. „Der eine hat einen Satz angefangen und da wusste der andere schon, wie er weitergeht.“ Nun aber geht Socher – und hinterlasse „große Fußstapfen“, sagt sie. Die will sie nicht krampfhaft ausfüllen. „Ich muss meinen eigenen Stil entwickeln.“

Die Stärken der Schule will sie dabei auf jeden Fall bewahren. „Wahrscheinlich sagt das jeder über seine Schule, aber bei uns steht jeder Einzelne im Mittelpunkt, es wird auf jeden eingegangen“, sagt sie. Über ihrem Schreibtisch hängt dazu der passende Spruch: „Jedem das Seine zu seiner Zeit, anstatt jedem immer das Gleiche“, steht mit blauer Schrift auf einem weißen Blatt. Coldwell blickt auf den Zettel. „So soll es sein.“

Dieser Zettel wird in den kommenden Monaten umziehen. Wie viele andere Dinge aus Coldwells Büro. Sie zieht um in jenen Raum, in dem jetzt noch Socher arbeitet. Ins Chef-Büro. Das ist auf der anderen Seite des Sekretariats. Wer ihren bisherigen Platz einnimmt, wer Konrektor wird, ist noch nicht bekannt.

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