Wegen geschlossener "Rigi-Rutsch'n"

Badebus von Peißenberg zum "Plantsch"

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Peißenberg - Die "Rigi-Rutsch'n" bleibt in diesem Sommer geschlossen. Aufs Baden müssen die Peißenberger Kinder und Jugendliche deshalb nicht verzichten.

Schönes Wetter, Sechs Wochen lang Ferien – und die Kinder und Jugendlichen können nicht ins Freibad gehen: Dieses drohende Szenario verärgert derzeit viele Peißenberger. Damit der Sommer wegen der geschlossenen „Rigi-Rutsch’n“ nicht sprichwörtlich ins Wasser fällt, hat der Gemeinderat einstimmig entschieden, dass ein Badebus nach Schongau eingerichtet werden soll. Die Wahl des Bads fiel auf das „Plantsch“, da dieses gegenüber dem Wellenfreibad in Peiting den Vorteil hat, „dass es auch bei schlechter Witterung genügend Angebote bietet“, sagte Bürgermeisterin Manuela Vanni.

Geplant ist, dass der Bus in den Sommerferien wochentags gegen 13 Uhr hin- und gegen 18.30 Uhr zurückfahren soll. Das Angebot richtet sich an 8- bis 18-Jährige. Ab acht Jahren ist die Mitfahrt deshalb erlaubt, weil die Kinder ab diesem Alter das „Plantsch“ ohne Begleitung eines Erwachsenen nutzen dürfen. Mit dem Bus beauftragt die Gemeinde den Regionalverkehr Oberbayern (RVO). Der habe laut Vanni „ein wirklich sehr günstiges Angebot“ vorgelegt. Die genaue Höhe wollte Vanni nicht nennen. Im Gremium aber herrschte Einigkeit, dass die Gemeinde diesen Bus stemmen kann und will. Einzig den Eintritt ins Bad müssen die Kinder und Jugendlichen selbst zahlen.

Der RVO bietet bereits den Badebus an, der die Kinder in den vergangenen Jahren von Huglfing in die „Rigi-Rutsch’n“ brachte. Auch die Huglfinger werden heuer nach Schongau gefahren. Laut Vanni gab es durchaus Überlegungen, dass die Peißenberger in diesem Bus mitfahren können. „Aber wir haben sehr viele Jugendliche. Und der Bus ist ohnehin relativ voll“, sagte die Bürgermeisterin gegenüber der Heimatzeitung. „Wir hatten Bedenken, dass der Bus zu voll werden könnte“ – und dann womöglich die Peißenberger, die auf dem Hinweg ja als Letzte einsteigen würden, auf der Strecke blieben. Also hat die Gemeinde einen eigenen Badebus organisiert, den sie auch vollständig finanziert.

„Das ist grundsätzlich eine tolle Geschichte“, sagte Robert Halbritter (SPD) in der Sitzung. Er regte aber an, „zu überlegen, ob der Bus nicht auch einen Halt in Peiting machen könnte“. Diese Möglichkeit soll von der Verwaltung geprüft werden – ohnehin müssen die genauen Modalitäten, darunter auch die Haltestellen, noch mit dem RVO abgeklärt werden. Sollte der Bus zudem von den Kindern und Jugendlichen nicht ausreichend angenommen werden, kann die Verwaltung das Angebot auch für Familien und Senioren öffnen.

Geplant ist bisher, dass ein Linienbus mit 45 Sitz- und 40 Stehplätzen eingesetzt wird. Wie Vanni sagte, hat ihr Ralf Kreutzer, Niederlassungsleiter bei der RVO in Weilheim, „zugesagt, dass bei großem Andrang ein ,Ziehharmonika-Bus‘ fährt“.

Rubriklistenbild: © Ralf Ruder

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