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Schon im kommenden Jahr sollen die Bauarbeiten am Bahnübergang an der Forster Straße beginnen. 

Startschuss für Umbauarbeiten

Bahn investiert in Peißenberg Millionen

Im April 2019 soll der Startschuss für die Umbauarbeiten am Peißenberger Bahnhof, an der Haltestation „Peißenberg-Nord“ sowie an zwei weiteren Bahnübergängen fallen. 

Peißenberg – Damit hatte die Rathausverwaltung nicht gerechnet, dass die „DB Netz AG“ mit der Planung für die technische und bauliche Ertüchtigung des Peißenberger Streckenabschnitts der Pfaffenwinkelbahn schon so weit ist. „Sicher, wir warten schon lange auf den behindertengerechten Ausbau des Bahnhofs und vor allem auf die Umrüstung des Bahnübergangs an der Forster Straße“, erklärte Bürgermeisterin Manuela Vanni in der jüngsten Marktratssitzung. Aber dass zumindest letztere Arbeiten schon im kommenden Jahr über die Bühne gehen sollen, das habe die Gemeinde doch „überrascht“. Für die Umrüstungsmaßnahmen am Bahnübergang an der Ludwigstraße, an dem der Markt sich finanziell beteiligen muss, habe man jedenfalls in der Budgetplanung noch keine Gelder berücksichtigt. Ähnlich, so berichtete Vanni, ginge es dem Landkreis, der als Kreisstraßen-Baulastträger an der Umrüstung des Bahnübergangs an der Forster Straße mitzahlen muss. „Im ÖPNV-Kreisausschuss waren alle überrascht, dass die Planung schon so weit ist. Im Kreishaushalt für 2019 war nichts eingeplant. Da gibt es von Seiten der Bahn zu wenig Absprache“, kritisierte Vanni.

Die Pläne gehen noch weiter: Pfaffenwinkelbahn Ende 2021 barrierefrei.

Erst vor einem Jahr ereignete sich ein schwerer Unfall

Abgesehen von den Kommunikationsdefiziten der Bahn ist man in Peißenberg heilfroh, dass baulich nun endlich etwas passiert – vor allem am bislang unbeschrankten Bahnübergang an der Forster Straße. Erst vor einem Jahr ereignete sich dort ein schwerer Unfall, als ein Autofahrer die roten Blinklichter übersah und mit einem Zug der Regio-Bahn kollidierte. Der Bahnübergang soll nun mit zwei Halbschranken gesichert werden. Zudem ist geplant, die Böschungsbereiche an den Zufahrten aufzuweiten. Insgesamt investiert die Bahn rund 7,5 Millionen Euro – unter anderem in die Stellwerkstechnik und den behindertengerechten Ausbau des Bahnsteigs am Peißenberger Bahnhof, der jedoch erst später beginnt. Nach dem Umbau werden die Züge aus beiden Richtungen gleichzeitig einfahren können. Weil das Ausfahrtsignal in Richtung Weilheim vor den Bahnübergang verlegt wird, wird sich künftig auch die Wartezeit für Autofahrer am Bahnübergang an der Sulzer Straße verringern. An dem Übergang stehen im Großen und Ganzen nur technische Umrüstarbeiten auf dem Programm. Statt der Vollschranken werden zudem Halbschranken montiert und das derzeit noch seitlich situierte Betonschalthaus entfernt.

Größere Veränderungen wird es an der Haltestation „Peißenberg-Nord“ geben. Der von der Ludwigstraße aus gesehen östliche Teil des Bahnsteigs wird aufgelassen, die Fahrgäste werden also nur noch auf dem westlichen Bahnsteigende ein- und aussteigen können. Außerdem sollen die Schleppkurven auf der Ludwigstraße Richtung Lichtfilz vergrößert werden. Auch in Richtung Ortsmitte soll die Fahrbahn aufgeweitet werden.

„Sehr gut, dass etwas passiert“

Der Marktrat nahm die vom Magdeburger Ingenieurbüro „PLABIS“ im Auftrag der Bahn erstellte Planung unter dem Strich wohlwollend zur Kenntnis: „Es ist sehr gut, dass überhaupt etwas passiert“, meinte Dr. Klaus Geldsetzer. Kritisch äußerte sich der SPD-Gemeinderat aber über den zeitlichen Ablaufplan. Für die Bahnübergänge an der Forster- und Sulzer Straße will die Bahn im August respektive September teilweise zeitgleich Totalsperren für den Autoverkehr einrichten. Die Ortsteile „Hutterer Leite“ und „Thalacker“ wären dann nur noch über das Nadelöhr an der Bahnunterführung Richtung Fendt erreichbar. „Das ist technisch und praktisch nicht machbar. Die Sperren der Bahnübergänge müssen aufeinander abgestimmt werden“, forderte Geldsetzer. Die Rathausverwaltung will in der Angelegenheit nachhaken.

Von Bernhard Jepsen

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