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Vergebliches Warten: Auch gestern fuhr kein Zug am Bahnhof in Peißenberg.

Bahnchaos zwischen Weilheim und Schongau geht weiter

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Den gestrigen Montag haben Bahnkunden, die regelmäßig mit der BRB unterwegs sind, monatelang herbeigesehnt: Endlich sollten die Züge zwischen Weilheim und Schongau wieder regulär fahren. Doch es gab Probleme bei der Umstellung, sodass kurzfristig wieder ein Schienenersatzverkehr eingerichtet wurde.

Peißenberg – Michael Bernhard hat in den vergangenen Monaten viel erlebt mit der Deutschen Bahn (DB) und der „Bayerischen Regiobahn“: Er pendelt regelmäßig mit dem Zug von Peißenberg nach München und hatte sich nach den Wochen mit Zugausfällen und schließlich Schienenersatzverkehr darauf gefreut, wieder mit dem Zug nach Weilheim zu fahren. Weil er ganz sicher gehen wollte, habe er beim Frühstück nochmal auf der DB-Seite nachgeschaut, ob der Zug um 6.28 Uhr von Peißenberg nach Weilheim auch wirklich fährt.

Diese Verbindung sei auf der Bahnseite als reguläre angegeben gewesen. „Voller Freude bin ich zum Bahnhof gegangen“, erzählt der Peißenberger. Dort seien auffallend viele Wartende gestanden. Auf der Anzeigetafel habe es lediglich den Hinweis gegeben, dass ein früherer Zug ausfalle. „Der Zug kam nicht“, sagt Bernhard. Es regnete und war kalt.

Schließlich, um 6.31 Uhr, habe er bei der BRB angerufen und dort die Auskunft erhalten, dass die Bauarbeiten an der Bahnstrecke noch andauern und ein Schienenersatzverkehr eingerichtet sei. Wann die Busse am Bahnhof Peißenberg ankommen, konnte allerdings keiner sagen.

Endlich kam der SEV-Bus

Mit Bernhard haben rund 20 weitere Fahrgäste vergeblich am Bahnhof Peißenberg gewartet. Schließlich haben sich ein paar Verzweifelte auf den Weg zum Linienbus gemacht, der von der Moosleite abfährt, dieser war aber schon weg. „Um 6.50 Uhr war der SEV-Bus da“, sagt Bernhard. Um 7.10 Uhr sei er schließlich in Weilheim gewesen – 40 Minuten später als vorgesehen. Im Zug nach München begann er zu recherchieren und entdeckte auf der BRB-Homepage den Hinweis, dass die Bauarbeiten an der Bahnstrecke noch den ganzen Montag andauern. Auf der Startseite lief ein Band, das das auch vermeldete, gleichzeitig wurde dort verkündet, dass die Züge ab Montag wieder fahren. „Es hat wieder an allen Ecken und Enden gehapert“, sagt Bernhard.

Der Grund dafür, dass die Bahnstrecke gestern nicht in Betrieb genommen werden konnte, sind laut einem Sprecher der Deutschen Bahn „Probleme bei der Umstellung auf das elektronische Stellwerk“. Die Zugfunkanlage sei nicht abgenommen worden. Er gehe aber davon aus, dass die Probleme am heutigen Dienstag behoben sein würden, so der Bahnsprecher.

Ärger über schlechte Kommunikation

Christopher Raabe, der Pressesprecher der BRB, bedauert, dass die Bahnstrecke zwischen Schongau und Weilheim gestern doch nicht in Betrieb genommen werden konnte: „Wir sind betrübt, dass die Deutsche Bahn nicht rechtzeitig fertig geworden ist“, sagt er. Erst am späten Sonntagnachmittag seien sie von der Bahn darüber informiert worden, dass die Arbeiten im Zuge der Umstellung auf ein elektronisches Stellwerk in Weilheim noch andauern. Daraufhin habe sich die BRB sofort um die Verlängerung des Schienenersatzverkehrs gekümmert und die Informationen auf die Homepage gestellt. Die Meldung, dass die BRB ab Montag wieder fährt, wurde nicht überarbeitet, sodass es verschiedene Informationen gab, was Fahrgäste verwirrte.

Manuela Manz aus Schongau ärgert sich auch vor allem über die schlechte Kommunikation zwischen DB und BRB: „Über die ganze Situation ist man nur noch sprachlos.“ Sie wollte ihren Mann gestern Morgen nur schnell mit dem Auto zum Bahnhof bringen und dann wieder mit nach Hause fahren. Stattdessen hat ihr Mann sie dann zu Hause abgesetzt, bevor er mit dem Auto nach Weilheim gefahren ist, wo er in den Zug nach München stieg. „Es ist seit Juni so ein Chaos“, sagt die Schongauerin.

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