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Rot-weiße Absperrbänder, ein Gerüst und wenig Wasser: So schaut’s in der „Rigi-Rutsch’n“ derzeit aus.

Bauarbeiten in Freibad

Hochbetrieb in der „Rigi-Rutsch’n“

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Der 3. Juni - auf ihn fiebern viele Peißenberger hin. Denn dann soll die „Rigi-Rutsch‘n“ aufgemacht werden. So ist der aktuelle Stand:

Aufbruchsstimmung wollen Ingrid Haberl und Günther Forster verbreiten. Sie sind froh, dass zumindest das Nichtschwimmerbecken bereits mit Wasser gefüllt werden konnte.

Peißenberg – Grüne Wiesen, Menschen in Badehose und Bikini, die plantschen, schwimmen oder herumtoben: So stellt man sich ein Freibad vor. Und so soll es in drei Wochen auch in der Peißenberger „Rigi-Rutsch’n“ aussehen. Auch, wenn das jetzt noch schwer vorstellbar ist. Denn es herrscht eher Baustellen- als Bade-Charme. Die Becken sind größtenteils ohne Wasser, in einem steht ein Gerüst. Und doch empfinden Günther Forster, Vorstand der „Gemeindewerke Peißenberg“, und Betriebsleiterin Ingrid Haberl eine „Aufbruchstimmung“, wenn sie durch das Bad laufen. „Ja, es ist noch viel zu tun“, sagt Haberl. „Aber ich sehe auch, was wir schon gemacht haben. Und das ist viel mehr.“ Mehr als 100 Einzelaufgaben seien erledigt worden. Dafür waren zwischenzeitlich rund 50 Leute gleichzeitig am Werk: Maurer, Fliesenleger, Landschaftsgärtner, Schlosser sowie Mitarbeiter der Gemeinde und des Kommunalunternehmens. Sie alle schuften auf das große Datum hin: den 3. Juni. Dann soll das Freibad der „Rigi-Rutsch’n“ wieder öffnen. Wohlgemerkt: soll. So ganz wollten Haberl und Forster die Öffnung an diesem Termin nicht beschwören. Denn bis dahin ist noch immer viel zu tun, wie bei einem Pressetermin in der „Rigi-Rutsch’n“ deutlich wurde.

Vor allem bei Rutschen- und Springerbecken steht noch einiges an. Dort müssen die Beckenköpfe erneuert werden. Dafür sind Beton- und Fließenarbeiten notwendig – und die sind wetterabhängig. „Wir brauchen jetzt Glück“, sagt Forster. „Wir hoffen, dass wir uns das erarbeitet haben.“ Im Springerbecken „gibt es das größte Zeitproblem“, sagt Haberl. Bevor das Bad eröffnet werden kann, muss zudem die Wasserqualität in allen Becken überprüft werden. Erst wenn das Gesundheitsamt grünes Licht gibt, geht’s wirklich los. „Dieses Thema hat man bei einer Schwimmbaderöffnung aber immer“, sagt die Betriebsleiterin.

Sie ist optimistisch. „Wir sind voll im Plan“, sagt sie. Zum Beispiel wurden bereits die Sanitäranlagen im Gebäude instand gesetzt, der Kinderspielbereich bekam neuen Sand, die Becken wurden gereinigt und die Fugen an der großen Rutsche erneuert.

Zudem ist das Warmwasserbecken verschwunden – zumindest optisch. Nach einem Beschluss des Verwaltungsrats wird es nicht mehr für das Freibad genutzt. Deshalb ließen die Gemeindewerke Betonsockel und Träger einbauen und die Fläche mit Kunststoff-Bohlen überbauen – so entstand eine Terrasse. Auf der können es sich künftig die Besucher des Kiosks bequem machen. Der wird nur einige Meter entfernt aufgebaut – der Boden ist dafür bereits vorbereitet. „Den Kiosk stellt der Betreiber auf“, sagt Haberl. Der ist mittlerweile gefunden: die „Thomas Spirkl GmbH“ aus Peißenberg.

Ob die allerdings die Terrasse auf dem Warmwasserbecken auch über diesen Sommer hinaus nutzen kann, ist noch nicht absehbar – denn sollte sich für das Gebäude ein Nutzer finden, könnte dieser das Becken wieder in Betrieb nehmen. Die Sockel und Träger wurden so konstruiert, dass sie wieder entfernt werden können. „Schadfrei“, sagt Haberl. Derzeit laufen Gespräche mit Interessenten – noch sind die nicht allzu weit gediehen.

Denn der Fokus lag für die Gemeindewerke erst einmal auf dem Freibad. Dort wurde am Donnerstag das Nichtschwimmerbecken mit Wasser befüllt – erstmals sah es ein wenig nach Badebetrieb aus. „Da waren alle glücklich“, sagt Forster. „Sie haben schwer gearbeitet.“ Nun sollen die Systeme hochgefahren werden, um zu sehen, ob die Technik funktioniert. Als nächstes wird das Schwimmerbecken volllaufen.

Parallel zu all den baulichen Sachen lief auch die Suche nach Personal. Bei Kassen- und Reinigungskräften „sind wir gut besetzt“, sagt Haberl. Allerdings werden noch Rettungsschwimmer und ein weiterer Schwimmmeister gesucht. Es gibt schließlich lange Öffnungszeiten zu überbrücken. Mittwochs geht es bereits um 6.30 Uhr los. „Das Frühschwimmen wollen wir mal ausprobieren“, sagt Haberl.

Sie blickt gespannt auf die nächsten Wochen. Ebenso Forster. Und sicher auch viele Peißenberger.

Infos zur Freibaderöffnung

Öffnungszeiten: Mo, Di, Do und Fr 10 bis 20 Uhr, Mi 6.30 bis 20 Uhr, Sa, So 9 bis 20 Uhr; Ferien: Mi 6.30 bis 20 Uhr, alle andere Tage 9 bis 20 Uhr.

Preise:

Tageskarte Erwachsene: 6 Euro (ermäßigt 4 Euro), 10er-Karte 54 Euro; Tageskarte 6 bis 16 Jahre: 4 Euro (ermäßigt 3 Euro), 10er-Karte 36 Euro; Kleinkinder bis 5 Jahre: freier Eintritt; Familienkarte „Kind und Kegel“ (2 Erwachsene und 2 Kinder): 15 Euro (ab 17.30 Uhr noch 13 Euro). 

Saisonkarten: Erwachsene 90 Euro, 6 bis 16 Jahre 60 Euro, „Kind und Kegel“ 180 Euro, Alleinerziehend mit zwei Kindern 126 Euro (jedes weitere Kind 30 Euro). Ermäßigte Tarife: bis zwei Stunden nach Öffnung und ab 17.30 Uhr; Schwerbehinderte und Begleitperson, wenn „B“ im Ausweis vermerkt ist; Inhaber der Ehrenamtskarte.

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