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Der erste Spatenstich für den neuen Pumptrack ist gemacht.

Neue Attraktion in Peißenberg

Baustart für Pumptrack auf der Alten Bergehalde

  • Bernhard Jepsen
    VonBernhard Jepsen
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Die Bauarbeiten für den Pumptrack auf der Alten Bergehalde haben begonnen. In vier bis fünf Wochen, so hieß es beim offiziellen Spatenstich, soll die 1150 Quadratmeter große Anlage bereits fertiggestellt sein. Realisiert wird das Projekt von einer Fachfirma aus Durach.

Peißenberg – Die Errichtung einer Pumptrack-Anlage ist die erste größere Baumaßnahme im Rahmen der Bemühungen, die Alte Bergehalde in ein attraktives Freizeit- und Erholungsgelände umzugestalten. Die Marktratsfraktion der „Peißenberger Liste“ war es, die das Thema geschickt im Kommunalwahlkampf 2020 platziert hatte. Auch die BMX-Sparte des Motorsportclubs betrieb reichlich Lobbyarbeit, so dass der Bau der Anlage relativ schnell konkret wurde. Und als dann noch die Regierung von Oberbayern eine Förderzusage in Höhe von 80 Prozent erteilte und ein Designwettbewerb ausgerufen wurde, war das 120 000 Euro teure Projekt quasi eingetütet (wir berichteten).

Seit ein paar Tagen nun laufen die Bauarbeiten auf der Alten Bergehalde. Die Gemeinde hat die Firma „Schneestern“ mit der Projektierung und Umsetzung beauftragt. Das Fachunternehmen aus Durach bei Kempten ist weltweit in puncto „Action-Sportanlagen“ aktiv. Echte Profis also, die in den nächsten Wochen nördlich des Verkehrsübungsplatzes einen 135,6 Meter langen Parcours mit Steilkurven, Wellen, Sprüngen und einer extra ausgewiesenen Scooterzone ins Gelände stampfen werden. Aber was macht einen guten Pumptrack eigentlich aus? „Die Geometrie, die richtigen Kurvenabstände, der Untergrund und die Bautechnik, das alles muss passen“, erklärt „Schneestern“-Mitarbeiter Franz Karlstetter: „Die Baustelle in Peißenberg ist für uns eine relativ einfache, weil das Gelände auf der Alten Bergehalde eben und gut zugänglich ist.“

Wenn die Witterung einigermaßen mitspielt, soll der Pumptrack in spätestens fünf Wochen fertig sein. Genutzt werden kann er dann aber noch nicht sofort, der Asphaltparcours und die Begleithumusflächen müssen sich noch setzen. Aber 2021 werden wohl noch die ersten Mountainbiker, Scooter- und Skateboardfahrer sowie Dirtbiker ihre Runden drehen können: „Das ist sehr realistisch“, so Karlstetter über den Zeitplan.

Gut möglich, dass man nach der Eröffnung auch Bürgermeister Frank Zellner am Peißenberger Pumptrack sehen wird. Der Rathauschef hat bereits Probefahrten an der Anlage in Füssen unternommen. „Man muss sich schon rantasten“, erzählt Zellner: „Nach fünf Runden habe ich zumindest so viel davon verstanden, dass ich nicht mehr der Langsamste war. Es hat wirklich Spaß gemacht.“

Der Parcours in Peißenberg wird als öffentliche Anlage betrieben, die für jedermann zugänglich ist. Das Besondere: Die Anlage ist so konzipiert, dass sie sowohl Anfängern als auch geübten Fahrern ein adäquates Betätigungsfeld bietet: „Die Anlage wird qualitativ top sein“, verspricht Karlstetter: „Vom Kleinkind mit Laufrad bis hin zum Rentner mit Trackingrad, der Parcours ist für alle geeignet.“ Übrigens: In der offiziellen Projekt-Beschreibung sind unter dem Motto „Ihr Pumptrack... für jeden was dabei!“ als Zielgruppe auch Rollstuhlfahrer aufgeführt.

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