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120 Lieder hat der Bergsteigerchor um Leiterin Annerose Bindl mittlerweile in seinem Repertoire.

edelweissfeier beim alpenverein  

Bergsteigerchor feierte sein 30-Jähriges

Peißenberg – Der Bergsteigerchor wird heuer 30 Jahre alt. Das Ereignis stand im Mittelpunkt der Edelweißfeier des Alpenvereins, zu der rund 200 Besucher in die Tiefstollenhalle kamen.

Die Idee, einen Chor zu gründen, entstand 1985 bei einem Skiurlaub in Cavalese, wie Hans Fischer in seinem Rückblick berichtete. Sein Bericht wurde von Bildern begleitet, die der langjährige, einstige Alpenvereins-Vorsitzende Fritz Dirschowski zusammengestellt hatte. In Cavalese hätten die Peißenberger laut Fischer nach dem Auftritt eines Chors bei einem Glas Rotwein beschlossen: „Das können wir auch.“ 1986 fanden sich also sieben Sänger zusammen – aber das war zu wenig für einen Chor. Erst nach einem weiteren Aufruf waren es 14 Interessierte, und Annerose Bindl nahm ihre Arbeit als Chorleiterin auf. Der Chor hatte bei seinem ersten Auftritt im heimischen Gasthof „Post“ ein Repertoire von vier Liedern. Heute sind es – nach mehr als 1000 Proben – 120 Stücke. Der Chor singt unter anderem bei der Edelweißfeier des Alpenvereins und bei Messen, außerdem veranstaltet er ein Adventssingen, dessen Erlös für soziale Zwecke gespendet wird. „10 820 Mark und 5140 Euro“ kamen laut Hans Fischer bislang zusammen.

Heute sind in dem 20-köpfigen Chor noch viele Gründungsmitglieder, es fehlt aber an Nachwuchs. Den ersten Auftritt seines vierten Jahrzehnts hat der Chor bereits in drei Wochen: das Alpenländische Adventssingen am 11. Dezember in der Peißenberger Pfarrkirche St. Johann, das um 16 Uhr beginnt.

Anlässlich der Edelweißfeier wurden langjährige Mitglieder geehrt (Bericht folgt). Mit am längsten in der Sektion ist Anton Palmberger: Der 86-jährige Peißenberger trat 1946 im Alter von 16 Jahren ein und wurde nun für 70 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Seine größten Touren zeichnete er auf. „Ich habe acht Viertausender und 85 Dreitausender bestiegen“, so Palmberger im Rückblick. „Die Zweitausender habe ich nicht gezählt.“ Höhepunkt seiner Bergsteigerlaufbahn war die Besteigung der 4559 Meter hohen Signalkuppe im Monte-Rosa-Massiv in den Walliser Alpen. „Dabei haben wir mehrere Viertausender bei einer Tour bestiegen, weil diese nicht weit von einander entfernt waren“, so der begeisterte Alpinist. Palmberger war viel in den Zentralalpen unterwegs, aber auch auf niedrigeren Bergen aktiv. Auf dem Hohen Peißenberg, der nicht einmal ein Eintausender ist, war er beim Kreisjugendtag im Einsatz, wo am Start die Kinder auf Skiern über den Eberlhof nach Sulz abfuhren. „Und die Sprungschanze haben wir neu gemacht“, erinnert er sich. Dieses Bauwerk im Ortsteil Sulz war aus Holz und musste instandgesetzt werden, als nach der Kriegszeit der Sportbetrieb wieder aufgenommen wurde. Anton Palmberger engagierte sich auch in der Vorstandschaft der Sektion. Er war 24 Jahre im Ausschuss, 15 Jahre Hüttenreferent und neun Jahre Tourenwart. 

Alfred Schubert

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