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Viel gelernt: Die Schüler des Bienen-Projekts zeigten unter anderem, wie Wachs von der Honigwabe „abgedeckelt“ wird. Projektleiterin Judith Scheuring (weiße Bluse) und Rektor Hans Socher (hinten Mitte) schauten zu. 

Bienen-Projekt an der Mittelschule Peißenberg

Am Ende gab es Gläser voller Honig

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Eine besondere Projektpremiere an der Peißenberger Mittelschule ging zu Ende: 20 Schüler lernten bei „Kinder helfen Bienen“ eine Menge über die nützlichen Honig-Produzenten. Zum Abschluss zeigten die Teilnehmer ihre Ergebnisse den Mitschülern.

Peißenberg – Seit fünf Jahren bringt die Peißenberger Imkerin Judith Scheuring den Schülern an der heimischen Josef-Zerhoch-Mittelschule die Welt der Bienen näher. Heuer stand dabei für Fünft- bis Siebtklässler erstmals ein Sonderprojekt auf dem Programm: Zwischen April und Juli wurde den Kindern, verteilt auf insgesamt drei Wochen, ein umfangreiches Praxisprogramm geboten. Die Teilnahme war freiwillig. Dafür bekamen die Kinder sogar extra von der Schule frei.

Die Nachwuchsimker lernten die Entwicklungszyklen der Bienen, bauten Bienenkästen, pflanzten im Mai eine Blumenwiese an der Schule und kümmerten sich um den 2014 errichteten Bienenstock auf dem Schulgelände, der mit der Montessori-Grundschule betreut wird. Höhepunkt war der Ausflug zur Imkerschule nach Landsberg. Dort lernten die Besucher „hautnah das Leben der Biene“ kennen, berichtet Scheuring nun zum Abschluss. An der Mittelschule präsentierten die Teilnehmer ihren Mitschülern in einer kleinen Ausstellung ihre Ergebnisse. Dabei stellten sie sogar Honig her. Das äußere Wachs wurde fachmännisch von den Waben „abgedeckelt“, wie es in der Imkersprache heißt, der Honig dann aus den Waben geschleudert und das flüssige Endprodukt zum Schluss in Gläser abgefüllt. Davon bekam jeder Teilnehmer eines, der Rest ging an die Schule.

Fiona (10) war begeistert. Sie fand das Projekt „sehr spannend“. Bienen interessieren die Fünftklässlerin eh. Kein Wunder, ihr Vater ist selbst Imker, erzählte die Pollingerin. „Das sind einfach tolle Tiere“, sagte Fiona. „Ohne Bienen gibt es viele Sachen nicht.“ Justin (10) sah dies genauso. „Das Projekt war cool“, sagte er. Vor allem der Ausflug zur Imkerschule gefiel ihm. Den Fünftklässler faszinieren die Insekten schon länger. Als Grundschüler hatte der junge Peißenberger im benachbarten Pfarrgarten den Bienenstand besucht.

Für ihr Sonderprojekt hatte sich Scheuring die Solidargemeinschaft „Weilheim-Schongauer Land“ ins Boot geholt. Das Bienen-Thema würde sich gut mit dem eigenen regionalen Ansatz, zum Beispiel beim Streuobst, ergänzen, betonte Vorsitzende Brigitte Honold: „Honig ist wirklich ein Lebensmittel, das aus dem Landkreis ist.“

Die Marktgemeinde hatte „Kinder helfen Bienen“ heuer unterstützt. Die Kommune trage einen Großteil des Projekts, sagte Bürgermeister Manuela Vanni – ohne jedoch Zahlen zu nennen. „Es ist wichtig, dass das Projekt weitergehen kann“, betonte die Rathauschefin aber, „denn ohne Bienen würden wir wenig Zukunft haben.“ Rektor Hans Socher hob den Lernerfolg für die Schüler hervor: „Da bleibt was hängen.“ Socher möchte diese Art von Praxisunterricht ausbauen: „Wir sind für alle Vereine offen.“ Zuletzt hatten die Modelleisenbahner an der Schule mit einer Präsentation für ihr Hobby geworben.

Imkerin Judith Scheuring zieht ein positives Fazit: „Die Kinder nehmen in kurzer Zeit viel mit.“ Die gelernte Hauswirtschafterin veranstaltet ihr Bienen-Projekt öfters in der Region. Unter anderem an der Peißenberger Josef-Zerhoch-Grundschule, der Weilheimer Ammerschule sowie den Grundschulen in Peiting, Rottenbuch, Steingaden und Wildsteig erklärte sie die Welt der nützlichen Insekten. Im neuen Schuljahr will sie an der Zerhoch-Mittelschule wieder für die fleißigen Honig-Produzenten werben.

Infos

zum Projekt auf www.kin der-helfen-bienen.de.

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