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Technisch sauber und sehr treffsicher: Samir Wafa (im blauen Kampfanzug) holte gegen Hassan Athman einen souveränen Punktsieg für sein Peißenberger Team.

Heimauftritt für Peißenbergs Boxer

Warum der Kampf der TSV-Staffel gegen Sopron mit Verspätung begann

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Beim ihren Heimauftritt im Festzelt auf der Bergehalde haben die Boxer des TSV Peißenberg vollauf überzeugt. Die etwa 600 Zuschauer bekommen für ihr Geld viel geboten, alle zehn Kämpfe gingen über die volle Distanz.

Peißenberg – Heimauftritte sind bei den Peißenberger Boxern relativ selten, da es seit Jahren keine regelmäßigen Festwochen in der Marktgemeinde mehr gibt. Wenn aber mal ein Festzelt auf der Berghalde steht, wie etwa zu den Feierlichkeiten zur 100-jährigigen Markterhebung, nutzen das die TSV-Boxer, um sich den heimischen Fans zu präsentieren. Zum Auftakt der Festivitäten stiegen sie gegen den BC Sopron in den Ring, der auch beim letzten Heimkampf vor sieben Jahren der Gegner war. Wie damals gewannen die Peißenberger den internationalen Vergleich gegen die Ungarn, wobei der Sieg mit 14:6 sehr deutlich ausfiel.

Boxen: „Ein richtig guter Kampftag“ für den TSV Peißenberg

„Das war ein richtig guter Kampftag. Alle Duelle sind über die volle Distanz gegangen, das hat man auch nicht alle Tage“, urteilte Peißenbergs sichtlich zufriedener Boxerchef Sigi Willberger. „Die Ungarn hatten auch eine richtig starke Truppe dabei“, gab es von Willberger viel Lob in Richtung Gegner, der mit einigen knappen Punktrichterurteilen haderte. „Das ist halt ein kleiner Heimvorteil“, sagte Willberger mit einem Schmunzeln. Wie auch TSV-Präsident Stefan Rießenberger war Willberger mit der Zuschauerresonanz zufrieden. Etwa 600 Besucher hatten sich im Festzelt auf der Bergehalde eingefunden. „Für die Ferienzeit und den heutigen Feiertag ist das sehr gut“, meinte Rießenberger, der mit der Ehrung der TSV-Fußballer für ihren KreisligaAufstieg vor Kampfbeginn für eine kleine Verspätung sorgte.

Boxen: Sehenswerte Duelle von den Lokalmatadoren des TSV Peißenberg

Danach gehörte der Ring aber den Faustfechtern, von denen einige dieses Prädikat durchaus verdienten. Eine starke Vorstellung lieferte vor allem Daniel Jass (Halbweltergewicht) gegen Janko Krisztian ab. Der Gastboxer vom TSV 1860 München, der amtierender bayerischer Meister ist, zeigte gegen den ungarischen Titelträger einen technisch sauberen Kampf, den er knapp für sich entschied. Sehenswert waren auch die Duelle der vier Lokalmatdore. Nachwuchsmann Domiel Schleich (Schüler-Papiergewicht) zeigte gegen Janos Kiss eine engagierte Leistung. Gegen den körperlich überlegenen Ungarn war aber letztlich nichts zu holen. Schleich musste sich nach Punkten geschlagen geben. Dennoch gab’s ein Lob von seinem Trainer Sepp Habersetzer, der seinem Schützling „ein großes Kämpferherz“ attestierte.

Jubeln durfte dagegen Samir Wafa (Halbweltergewicht). Der Peißenberger landete gegen Hassan Athman die deutlich genaueren Treffer und siegte verdient mit 3:0-Punktrichterstimmen. „Samir entwickelt sich technisch sehr positiv“, lobte ihn sein Coach Habersetzer. Sehr engagiert ging auch TSV-Weltergewichtler Ali Mohammadi zu Werke. Auch wenn es bei ihm noch technische Defizite gab, zeigte er sich gegen Titusz Szotak sehr beweglich. Dank einiger guter Kopftreffer in der dritten Runde entschied der Peißenberger das Ringduell knapp für sich.

Boxer des TSV Peißenberg kämpft bis zur totalen Erschöpfung 

Eng ging es auch im letzten Kampf des Tages zu, den Nawied Mohammadi (Männer-Mittelgewicht) und Csaba Madarasz bestritten. Beide Boxer lieferten sich, lautstark angefeuert vom Publikum, einen Kampf bis zur völligen Erschöpfung. Mohammadi hatte schlussendlich nach Punkten knapp die Nase vorn. Siege für die TSV-Staffel holten zudem die Gastboxer Wahid Anvary (Junioren-Halbweltergewicht) gegen Zoltan Ohan Vadasz, Mierweiss Sherzada (Junioren-Weltergewicht) gegen Milan Muhovits und Adrian Chmielewski (Halbschwergewicht) gegen Gergö Reinhofer.

Das sehenswerte Damenduell zwischen der Kaufbeurener Gastboxerin Regina Slobodjanikowa (Leichtgewicht) und Kata Pribojszki, beide gehören dem jeweiligen Nationalkader an, entschied die starke Ungarin für sich. Den dritten Sieg für Sopron holte Milos Matyas (Halbweltergewicht), der gegen Salman Wahedi nach Punkten gewann.

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