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Das Beste kommt zum Schluss: Peißenbergs Nawid Mohammadi (im blauem Trikot) lieferte sich mit Mart Karakaya ein Duell auf hohem Niveau.

Volksfest in Weilheim

Peißenbergs Boxer gewinnen ersten Festzeltkampf der Saison - dennoch sind sie nicht zufrieden

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Rein sportlich gesehen lief für die Peißenberger zum Start in die Festzeltsaison alles wunschgemäß. Doch nicht alle waren glücklich.

Peißenberg/Weilheim – Seit Jahrzehnten steigen die Boxer des TSV Peißenberg beim Weilheimer Volksfest in den Ring. Zum ersten Mal seit 24 Jahren absolvierten sie den Auftaktkampf jedoch nicht am Vatertag, sondern am Pfingstsonntag. Das machte sich zum Bedauern der TSV-Verantwortlichen auch in der Zuschauerresonanz bemerkbar: Nur etwa 500 Besucher verfolgten das Duell gegen eine gemischte Mannschaft aus Pforzheim/Stuttgart, das die TSV-Staffel deutlich mit 10:2 für sich entschied. „Schade, dass wir nicht am Vatertag boxen konnten. Das waren immer unseren bestbesuchten Veranstaltungen“, trauerte Peißenbergs Boxchef Sigi Willberger dem alten Termin mit bis zu doppelt so vielen Boxfans im Festzelt hinterher.

Nur sechs Kämpfe des TSV Peißenberg beim Volksfest in Weilheim

Gegen die Baden-Württemberger standen lediglich sechs Duelle sowie ein Einlagenkampf auf dem Programm, und damit deutlich weniger als in der Vergangenheit. „Bei einem geplanten Kampf hat das Gewicht nicht gepasst, ein Boxer hat keine Freigabe vom Ringarzt bekommen“, klärte Peißenbergs Trainer Sepp Habersetzer darüber auf, warum zwei Kämpfe ausfielen. Nachdem aber mit Ausnahme das Einlagenkampfes von TSV-Youngster Domiel Schleich (Schüler, Papiergewicht) gegen Patrick Grebe ausschließlich Senioren in den Ring traten, dauerte der Vergleichskampf ähnlich lange wie in den vergangenen Jahren, als die Zuschauer in der Regel zehn Ringduelle zu sehen bekamen. „Da waren einige sehenswerte Kämpfe dabei“, urteilte Willberger.

Den besten Fight bekamen die Zuschauer erst am Ende zu sehen. Nawid Mohammadi (Männer, Mittelgewicht) lieferte sich mit dem baden-württembergischen Meister Mert Karakaya einen offenen Schlagabtausch mit hohem Tempo. Beide Boxer jagten sich über drei Runden, wobei sie zwischendurch sogar den Ringrichter überrannten. Letztlich hatte der Peißenberger nach Punkten die Nase vorn. „Das war ein sehr guter Kampf, da war alles dabei“, lobte Willberger.

Kämpfer des TSV Peißenberg erweist sich als schlechter Verlierer

Mohammadis Bruder Ali (Männer, Weltergewicht) zeigte ebenfalls eine engagierte Vorstellung. Allerdings traf er in Bahir Gashemi auf einen sehr starken Gegner, der viel einstecken konnte und am Ende über die größeren Reserven verfügte. Letztlich verlor Ali Mohammadi knapp nach Punkten. Nach dem Urteil, das die einzige Niederlage des TSV an diesem Tag besiegelte, präsentierte sich der Peißenberger als schlechter Verlierer, da er die gegnerische Ecke mit abfälligen Gesten bedachte. „Das habe ich gar nicht gesehen. Wenn das so war, wird es Folgen haben“, sagte Habersetzer, der ansonsten wenig Grund zur Klage hatte. Sein Schützling Samir Wafa (Männer, Halbweltergewicht) besiegte Glendi Hamidi nach einer guten Leistung verdient nach Punkten. „Samir hat eine gute Linie geboxt und hat einen super Kampf abgeliefert“, lobte Habersetzer.

Özgur Akbulut (Schwergewicht) gewann sein Duell gegen Dejan Pjevac vorzeitig. Der Ringrichter brach den Kampf in der dritten Runde ab. Erjan Kurtaj (Männer, Halbschwergewicht) gegen Marvin Eminovic und Matthias Janka (Mittelgewicht) gegen Jetmir Tofah setzten sich in ihren Neulingsduellen jeweils nach Punkten durch.

Ihren nächsten Kampf bestreiten die Peißenberger am Donnerstag, 20. Juni (Fronleichnam (11 Uhr). Gegner im heimischen Peißenberger Festzelt auf der Neuen Bergehalde ist die Mannschaft aus Sopron (Ungarn).

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